Stau-Problem am Ansbacher Hohenzollernring: Abbiegespur wird verlängert | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.06.2024 14:19, aktualisiert am 22.06.2024 09:28

Stau-Problem am Ansbacher Hohenzollernring: Abbiegespur wird verlängert

Fünf Fahrzeuge können aktuell auf der Rechtsabbiegespur nach Schalkhausen stehen. Nach der Verlängerung soll sich diese Anzahl verdoppeln. (Archivfoto: Jim Albright)
Fünf Fahrzeuge können aktuell auf der Rechtsabbiegespur nach Schalkhausen stehen. Nach der Verlängerung soll sich diese Anzahl verdoppeln. (Archivfoto: Jim Albright)
Fünf Fahrzeuge können aktuell auf der Rechtsabbiegespur nach Schalkhausen stehen. Nach der Verlängerung soll sich diese Anzahl verdoppeln. (Archivfoto: Jim Albright)

In der Stadtteilversammlung West wurde es angekündigt, jetzt macht die Politik ernst: Um die Stauproblematik am Hohenzollernring zu verbessern, soll die Rechtsabbiegespur nach Schalkhausen verlängert werden. Sowohl der Bauausschuss als auch der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss gaben eine Empfehlung an den Ansbacher Stadtrat ab.

Mit dem jetzt vorgestellten Plan soll ein mehr oder weniger hausgemachtes Problem behoben werden. Weil es beim Rechtsabbiegen vom Hohenzollernring in Richtung Schalkhausen in der Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Situationen zwischen Autofahrern sowie Radlern und Fußgängern gekommen war, wurden die Ampelschaltungen voneinander getrennt.

Immer wieder gefährliche Situationen

Durch die relativ kurze Abbiegespur kommt es aber immer wieder zu Rückstaus, wodurch auch die Geradeausfahrer blockiert werden. Deshalb soll diese Spur um etwa 30 Meter verlängert werden, wie Angelika Ruis von der Verwaltung im Bauausschuss ausführte. Somit sollen sich künftig zehn statt fünf Fahrzeuge auf dieser Spur aufstellen. Gleichzeitig wird die Linksabbiegespur kürzer.

Neben der eigentlichen Verbreiterung inklusive Markierungsarbeiten müssen die Böschung gerodet und abgegraben, Winkelstützelemente aufgestellt sowie eine Entwässerungsmulde und ein Beleuchtungsmast versetzt werden. Das alles summiert sich laut Ruis auf rund 116.000 Euro.

Umsetzung im zweiten Quartal 2025

Die Maßnahme soll im zweiten Quartal 2025 umgesetzt werden. Das hat zwei Gründe: Zum einen fehlen die nötigen Finanzmittel im Haushalt. Zum anderen geht die Stadt davon aus, dass man keine Firmen mehr findet, die den Bau noch in diesem Jahr realisieren könnten.

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Oberbürgermeister Thomas Deffner (CSU) wäre es lieber gewesen, wenn es mit Markierungsarbeiten getan wäre. Da es sich aber um eine Hauptverkehrsstraße mit Außerorts-Charakter handelt, ist dies nicht möglich. Finanziell nicht möglich ist eine Verlängerung der Spur um mehr als 30 Meter, wie von Jochen Sauerhöfer (CSU) gewünscht. Da es dafür Stützelemente von mindestens 2,50 Metern braucht, „geht das ins Geld“, machte Ruis deutlich.

Für Manfred Stephan ist der Wunsch von Sauerhöfer nicht nötig. „Überlegt mal, wie viele Fahrzeuge bei einer Ampelschaltung durchkommen“, warf er in die Runde. Die Mitglieder des Bauausschusses waren sich einig, dass die Situation verbessert werden muss. „Ich bin gerade dort vorbeigekommen“, berichtete Werner Forstmeier (ÖDP). „Das ist eine dringende Angelegenheit.“ Aus diesem Grund bedauerten die Stadträte, dass die Umsetzung erst 2025 erfolgen kann.

Mehr Belastung in der Zukunft

„Die Verlängerung wird etwas bringen“, zeigte sich Oliver Rühl von der laut Stadtverwaltung kleinen Lösung überzeugt. Mit Blick auf die Zukunft geht der Grünen-Stadtrat aber davon aus, dass man den Bereich irgendwann weiter verbessern muss. Der Verkehr werde an dieser Stelle in den nächsten Jahren zunehmen. Als Gründe nannte Rühl zum Beispiel das geplante Montessori-Zentrum und eine Bebauung auf dem ehemaligen Messegelände.

Das Hauptproblem ist nach seinen Worten die fehlende Sichtbeziehung zwischen dem motorisierten Verkehr und den Fußgängern sowie Radfahrern. Um eine nachhaltige Verbesserung der Sicherheit zu erreichen, müsse der Geh- und Radweg vom Berg heruntergeholt werden.

„Die Stelle wäre prädestiniert für einen Kreisverkehr“, befand OLA-Stadtrat Boris-André Meyer. Der OB gab ihm recht und merkte aber an: „Was wir jetzt machen, ist das, was wir uns leisten können.“


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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