Der Geruch von Kaffee, ein stickiger Konferenzraum oder schon der Gedanke an die nächste Mahlzeit: In der frühen Schwangerschaft können ganz alltägliche Dinge Übelkeit auslösen.
„Übelkeit und Erbrechen zu Beginn einer Schwangerschaft betreffen fast drei Viertel der werdenden Mütter“, sagt Ingolf Juhasz-Böss, Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg, in einem Magazinbeitrag der Uni-Klinik.
Meist tritt die Übelkeit zwischen der 5. und der 14. Schwangerschaftswoche auf. Für die Mutter ist sie unangenehm, für das ungeborene Kind aber in der Regel nicht gefährlich, heißt es weiter. Dennoch sind viele Betroffene auf der Suche nach Geheimtipps, um die Beschwerden zu lindern. Was hilft, kann aber individuell sehr verschieden sein.
Was Schwangere ausprobieren können:
Es gibt auch Medikamente wie Vitamin B6, Doxylamin oder andere Mittel gegen Übelkeit. Die sollten in der Schwangerschaft nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.
Übelkeit und Erbrechen sollten Schwangere generell mit ihrer behandelnden Ärztin oder ihrem behandelnden Arzt besprechen. Sofortige Hilfe ist laut Juhasz-Böss nötig, wenn eine schwangere Frau keine Nahrung oder Flüssigkeit bei sich behalten kann oder abnimmt.
Dann muss unter anderem abgeklärt werden, ob eine besonders schwere Form der Schwangerschaftsübelkeit vorliegt: die sogenannte Hyperemesis gravidarum. Sie geht den Angaben zufolge mit anhaltender Übelkeit, mehr als fünfmaligem Erbrechen pro Tag, unzureichender Nahrungsaufnahme und Gewichtsverlust einher. Diese Form kann gefährlich werden und muss ärztlich behandelt werden.
Auch wenn die Beschwerden über die 16. Schwangerschaftswoche hinaus anhalten, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Häufig dauert die Übelkeit einfach länger. In manchen Fällen können aber auch andere Ursachen wie hormonelle Veränderungen oder Probleme mit der Schilddrüse dahinterstecken.
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