Schwangerschaftsübelkeit: Was jetzt hilft und wann zum Arzt? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 21.08.2026 13:44

Schwangerschaftsübelkeit: Was jetzt hilft und wann zum Arzt?

Bei Übelkeit in der Schwangerschaft können ein paar Tricks helfen, um die Beschwerden zu lindern. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Bei Übelkeit in der Schwangerschaft können ein paar Tricks helfen, um die Beschwerden zu lindern. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Bei Übelkeit in der Schwangerschaft können ein paar Tricks helfen, um die Beschwerden zu lindern. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

Der Geruch von Kaffee, ein stickiger Konferenzraum oder schon der Gedanke an die nächste Mahlzeit: In der frühen Schwangerschaft können ganz alltägliche Dinge Übelkeit auslösen.

„Übelkeit und Erbrechen zu Beginn einer Schwangerschaft betreffen fast drei Viertel der werdenden Mütter“, sagt Ingolf Juhasz-Böss, Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg, in einem Magazinbeitrag der Uni-Klinik. 

Meist tritt die Übelkeit zwischen der 5. und der 14. Schwangerschaftswoche auf. Für die Mutter ist sie unangenehm, für das ungeborene Kind aber in der Regel nicht gefährlich, heißt es weiter. Dennoch sind viele Betroffene auf der Suche nach Geheimtipps, um die Beschwerden zu lindern. Was hilft, kann aber individuell sehr verschieden sein. 

Trigger erkennen und vermeiden

Was Schwangere ausprobieren können:

  • Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt essen. Häufig werden etwas kohlenhydratreichere, fettarme Speisen besser vertragen. 
  • In kleinen Schlucken trinken, zum Beispiel Wasser (am besten ohne Kohlensäure) oder Tee. Bei häufigem Erbrechen können auch Getränke mit Elektrolyten sinnvoll sein. 
  • Vor dem Aufstehen einen leicht gesüßten Tee oder etwas Orangensaft trinken, dazu einen Zwieback essen und anschließend noch etwa 20 Minuten liegen bleiben. 
  • Gerüche meiden, die die Übelkeit verstärken. Dazu gehören bei vielen Frauen Kaffee, Fleisch oder Parfüm. 
  • Für frische Luft sorgen, stickige und warme Räume vermeiden und sich, wenn möglich, leicht bewegen.
  • Lockere Kleidung tragen, die den Bauch nicht einengt. 
  • Akupressur am Handgelenk oder Akupunktur ausprobieren. 
  • Ingwer etwa als Tee oder in kleinen Mengen als Lebensmittel testen. Ob das geeignet ist, sollten Schwangere mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt besprechen.

Es gibt auch Medikamente wie Vitamin B6, Doxylamin oder andere Mittel gegen Übelkeit. Die sollten in der Schwangerschaft nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.

Wann ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll?

Übelkeit und Erbrechen sollten Schwangere generell mit ihrer behandelnden Ärztin oder ihrem behandelnden Arzt besprechen. Sofortige Hilfe ist laut Juhasz-Böss nötig, wenn eine schwangere Frau keine Nahrung oder Flüssigkeit bei sich behalten kann oder abnimmt.

Dann muss unter anderem abgeklärt werden, ob eine besonders schwere Form der Schwangerschaftsübelkeit vorliegt: die sogenannte Hyperemesis gravidarum. Sie geht den Angaben zufolge mit anhaltender Übelkeit, mehr als fünfmaligem Erbrechen pro Tag, unzureichender Nahrungsaufnahme und Gewichtsverlust einher. Diese Form kann gefährlich werden und muss ärztlich behandelt werden.

Auch wenn die Beschwerden über die 16. Schwangerschaftswoche hinaus anhalten, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Häufig dauert die Übelkeit einfach länger. In manchen Fällen können aber auch andere Ursachen wie hormonelle Veränderungen oder Probleme mit der Schilddrüse dahinterstecken.

© dpa-infocom, dpa:260821-930-562911/1


Von dpa
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