Obwohl ich quasi erblich vorbelastet bin, habe ich mit Pilzen nicht allzu viel am Hut. Als meine Mutter noch klein war, hat meine Oma die ganze Familie mit dem Sammeln und Verkaufen von Pilzen ernährt. Sie kannte sie wirklich alle. Am liebsten jedoch wanderten Steinpilze und Pfifferlinge in ihren Korb.
In meiner Kindheit fuhr ich manchmal mit meinen Eltern und meiner Oma in den Wald. Während ich nur einen Pilz fand, wenn ich mit der Schuhspitze daran hängen geblieben bin, hatte ich immer das Gefühl, dass meine Oma eine Waldfee war. Denn manchmal kam es mir so vor, als hätte sie den Pilz erst an die Stelle gezaubert, an der sich das Hütchen gerade durchs Moos schob, so reich war ihre Ernte, so voll der Korb.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin nicht nur eine untalentierte Pilzsammlerin, ich esse sie auch nicht besonders gerne. Doch nachdem ich dieses Rezept kreiert habe, werde ich es jetzt öfter zubereiten - so lecker war das! Ich werde gleich meine Cousine anrufen und fragen, wann wir mal wieder in die Pilze gehen, einfach so zum Spaß.
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