Nach den deutlichen Worten von Bundestrainer Julian Nagelsmann zu Said El Mala vom 1. FC Köln hat Clubtrainer Lukas Kwasniok dem Offensivspieler eine Rückkehr in die Startelf in Aussicht gestellt. „Ich kann nur sagen, dass Said diese Woche die ganze Zeit marschiert ist. Das ist das Entscheidende für mich. Deshalb ist auch die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er Samstagabend gegen Dortmund beginnen wird“, sagte Kwasniok vor dem Spiel gegen den BVB am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky).
Zuvor hatte Nagelsmann in einem „Kicker“-Interview gefordert, dass El Mala in Köln mehr spielen müsse, um eine realistische Chance auf eine WM-Teilnahme im Sommer zu haben. „Said muss den Anspruch haben, dass er in Köln Stammspieler ist und immer spielt. Aber er spielt 50 Prozent, das ist zu wenig. Und das liegt nicht am Trainer, was man dann oft meint, sondern es liegt an ihm selbst, wie stabil er in der Defensive arbeitet“, hatte Nagelsmann gesagt.
Kwasniok reagierte auf diese Aussagen verhalten. „Es ist so, dass Said sehr viele Informationen von sehr, sehr vielen Menschen bekommt“, sagte der FC-Coach und nannte „Soziale Medien, das Trainerteam, Verein, die Beraterseite“. Der Kölner Trainer verwies auf das Alter des erst 19-Jährigen. „All diese Informationen zu verarbeiten, ist nicht ganz so einfach. Jetzt hat sich eben der Bundestrainer auch noch zu ihm geäußert“, sagte Kwasniok distanziert.
Inhaltlich wollte sich der 44-Jährige nicht zu den Nagelsmann-Sätzen äußern: „Jetzt steht es mir aber nicht zu, das in irgendeiner Form zu bewerten. Ich möchte auch nicht jede Äußerung zu irgendjemandem, die ich irgendwo treffe, in irgendeiner Form bewertet wissen. Ich schätze Julian sehr, muss aber jetzt auch keinen täglichen Austausch mit ihm haben.“
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