Truppenabzug der USA aus Deutschland: Hoffnung für Ansbach und Illesheim? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.05.2026 16:29

Truppenabzug der USA aus Deutschland: Hoffnung für Ansbach und Illesheim?

Militärisches Zeremoniell in der US-Kaserne in Katterbach: Noch ist offen, ob die Zahl der dort stationierten Soldatinnen und Soldaten von der Ankündigung aus dem Pentagon, die amerikanischen Truppen in Deutschland reduzieren zu wollen, betroffen sein wird. (Foto: Irmeli Pohl)
Militärisches Zeremoniell in der US-Kaserne in Katterbach: Noch ist offen, ob die Zahl der dort stationierten Soldatinnen und Soldaten von der Ankündigung aus dem Pentagon, die amerikanischen Truppen in Deutschland reduzieren zu wollen, betroffen sein wird. (Foto: Irmeli Pohl)
Militärisches Zeremoniell in der US-Kaserne in Katterbach: Noch ist offen, ob die Zahl der dort stationierten Soldatinnen und Soldaten von der Ankündigung aus dem Pentagon, die amerikanischen Truppen in Deutschland reduzieren zu wollen, betroffen sein wird. (Foto: Irmeli Pohl)

Die Anordnung von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, in den nächsten Monaten die Präsenz amerikanischen Militärs in Deutschland deutlich zu reduzieren, hat in der Region Westmittelfranken Hoffnung auf einen Teilabzug der in Ansbach und Illesheim stationierten Truppen geweckt. Doch Details zu den Plänen sind noch nicht bekannt.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den Abzug von 5000 US-Soldaten aus Deutschland angeordnet. Man gehe davon aus, dass der Abzug in den nächsten sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein werde, teilte ein Sprecher des Pentagons der Deutschen Presse-Agentur mit. Derzeit sind rund 39.000 Soldaten in Deutschland stationiert.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) erklärte, dass die Entscheidung nicht unerwartet komme. Klar sei, dass die Nato europäischer werden müsse, um transatlantisch bleiben zu können. „Wir Europäer müssen mehr Verantwortung für unsere Sicherheit übernehmen“, sagte Pistorius. Deutschland sei dabei auf einem guten Weg.

Donald Trump und Friedrich Merz absolvierten einen ruhigen Presseauftritt. Dabei kam die Sprache auch auf in Deutschland stationierte US-Soldaten. (Foto: Michael Kappeler/dpa)
Donald Trump und Friedrich Merz absolvierten einen ruhigen Presseauftritt. Dabei kam die Sprache auch auf in Deutschland stationierte US-Soldaten. (Foto: Michael Kappeler/dpa)

„Hochbezahlte” US-Truppen in Deutschland: Was Trumps Aussagen für Ansbach heißen

Beim Besuch von Bundeskanzler Merz wurde der US-Präsident zu einem möglichen Truppenabzug befragt. Trump antwortete eigenwillig, aber klar.

Das US-Verteidigungsministerium machte deutlich, die Abzugs-Entscheidung folge einer Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa. Sie trage den Anforderungen der Einsatzgebiete sowie den Bedingungen vor Ort Rechnung. US-Präsident Donald Trump hatte erst kürzlich angekündigt, einen solchen Schritt zu prüfen. Zuvor richtete er Kritik an Kanzler Friedrich Merz (CDU), nachdem dieser sich kritisch zum US-Krieg gegen den Iran geäußert hatte.

Aktuell sind nach Angaben des US-Militärs von Mitte April 86.000 Soldaten in Europa stationiert – davon 39.000 in Deutschland. Die Zahl verändert sich regelmäßig, auch wegen Rotationen und Übungen. Die Zahl von 5000 Soldaten gilt daher nicht als besonders gravierend. Politiker verschiedener Couleur ordneten den Schritt als „eher symbolisch” ein.

Trump wollte schon einmal Truppen abziehen 

Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit (2017 bis 2021) mit einer Reduzierung des Truppenkontingents in Deutschland gedroht. Sein damaliger Verteidigungsminister kündigte einige Monate vor Trumps Amtsende an, 12.000 der damals 35.000 US-Soldaten abzuziehen. Trump beschrieb das Vorhaben als Strafaktion für aus seiner Sicht mangelnde deutsche Militärausgaben. Sein Nachfolger Joe Biden stoppte die Pläne dann nach seinem Amtsantritt. In seiner zweiten Amtszeit hatte Trump Deutschland zunächst Hoffnung gemacht, die stationierten US-Soldaten in bisheriger Stärke zu belassen.


Von dpa und FLZ
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