Der 21-jährige Militärpolizist, der im Januar 2025 neben der B14 bei Obereichenbach eine Fußgängerin (33) totgefahren hatte, wurde nun unehrenhaft aus der US-Armee entlassen.
Der Unfall ereignete sich am 12. Januar vergangenen Jahres in der Nähe des Ansbacher Ortsteils. Der damals 19 Jahre alte US-Soldat war auf einer Dienstfahrt unterwegs, als er von der Fahrbahn abkam und auf einen Geh- und Radweg geriet. Dort erfasste er eine 33-jährige Frau. Die Verletzungen der vierfachen Mutter waren so schwer, dass sie verstarb.
Am Dienstag, 17. Februar, wurde im Gerichtssaal der Katterbach-Kaserne Anklage gegen den Soldaten erhoben. Die US-Militärjustiz hatte ihm fahrlässige Tötung vorgeworfen. Der Angeklagte erklärte sich bei der Verhandlung für nicht schuldig.
Nun erklärte das „Office of Special Trial Counsel“ (OSTC), also das Büro des Sonderermittlers der Armee, dass ein Antrag des Militärpolizisten auf Entlassung aus der Armee durch die befehlshabenden Instanzen am 19. Februar genehmigt worden sei. Die Entlassung werde in Kürze wirksam. Der 21-Jährige werde in die Vereinigten Staaten zurückkehren.
Mit seinem Antrag auf Entlassung „übernahm er die Verantwortung für seine Handlungen“, heißt es in dem Statement. „Er wird mit finanziellen Strafen belegt, mit einer unehrenhaften Entlassung aus der Armee ausgeschlossen und im Rang auf E-1 (unterster Rang) herabgestuft.” Die Staatsanwälte des OSTC hätten auf die Genehmigung der Entlassung hin am 20. Februar „alle Anklagen in Übereinstimmung und mit der Zustimmung der nächsten Angehörigen zurückgewiesen“. Mit der Entlassung entgeht der 21-Jährige also einem Prozess durch das Militärgericht.
Eine unehrenhafte Entlassung aus der Armee gilt als schwerste Form der Entlassung aus dem US-Militärdienst. Sie kommt in den Vereinigten Staaten einer gesellschaftlichen Ächtung gleich. Neben dem Verlust wichtiger Veteranen-Entgelte kommen oft Schwierigkeiten bei der weiteren Jobsuche hinzu. Viele US-Arbeitgeber fragen bei Einstellungsgesprächen nach dem Abgang aus der Armee.