Mitte März räumten die bisherigen Pächter das Quasimodo in Triesdorf. In der Kultgaststätte gehen seitdem keine Gäste mehr ein und aus. Doch was passiert mit dem Haus und dem Grundstück an der B13?
Eigentümer des Quasimodo ist seit September 1987 der Bezirk Mittelfranken. Um die Verwaltung kümmern sich die Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf und die Bezirksverwaltung in Ansbach. Die zuständigen Stellen planen, das Anwesen weiter als Gaststätte zu verpachten. Das teilt Felix Beuter, Pressesprecher des Bezirks, auf Anfrage mit.
Doch bevor hier wieder Essen und Getränke über die Theke gehen, soll noch einiges passieren. Zunächst stehen Gutachten an. Zum einen wird ein „routinemäßiges“ Schadstoffgutachten erstellt. Zum anderen war ein „verformungsgerechtes Aufmaß“ nötig. Das ist eine 3D-Vermessung des Hauses.
Diese ist laut Beuter nötig, weil Baumaßnahmen zum Unterhalt geplant sind. Was und wie viel konkret renoviert wird, hängt vom Gutachten ab. Wenn dieses vorliegt, sollen „verschiedene Varianten“ geprüft werden, schreibt Beuter.
Auch der Denkmalschutz wird bei der Planung eine Rolle spielen. Denn das Gebäude mit einer Brutto-Grundfläche von etwa 180 Quadratmetern ist als Einzeldenkmal eingetragen. Das gesamte Grundstück ist rund 2000 Quadratmeter groß und liegt im Bereich des Gartendenkmals „Triesdorfer Park“.
Wenn die Baumaßnahmen abgeschlossen sind, soll auf Wunsch des Bezirks wieder eine Gastronomie einziehen. „Die Ausschreibung der Neuverpachtung soll voraussichtlich ab Herbst 2025 erfolgen“, teilt der Bezirk mit. Der genaue Termin hänge vom Umfang der Arbeiten ab.
Die bisherigen Pächter Andreas und Doris Bohnstedt zogen vor wenigen Wochen aus. Neun Jahre lang haben sie die Gastronomie betrieben, ab April geht es für sie im Kiosk am Krummweiher bei Bechhofen weiter.