Im Landkreis Ansbach starten die Aktionstage Innenorte | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.09.2023 17:39

Im Landkreis Ansbach starten die Aktionstage Innenorte

Sie stellten bei der Auftaktveranstaltung die Leuchtturmprojekte vor (von links): Manuel Döhler, Hannes Bürckmann, Dr. Verena Walter, Pia Grimmeißen-Haider, Dr. Jürgen Ludwig, Alexander Heinz, Anna Dörwaldt, Anuschka Hörr und Andrea Denzinger. (Foto: Simone Hedler)
Sie stellten bei der Auftaktveranstaltung die Leuchtturmprojekte vor (von links): Manuel Döhler, Hannes Bürckmann, Dr. Verena Walter, Pia Grimmeißen-Haider, Dr. Jürgen Ludwig, Alexander Heinz, Anna Dörwaldt, Anuschka Hörr und Andrea Denzinger. (Foto: Simone Hedler)
Sie stellten bei der Auftaktveranstaltung die Leuchtturmprojekte vor (von links): Manuel Döhler, Hannes Bürckmann, Dr. Verena Walter, Pia Grimmeißen-Haider, Dr. Jürgen Ludwig, Alexander Heinz, Anna Dörwaldt, Anuschka Hörr und Andrea Denzinger. (Foto: Simone Hedler)

32 Hauseigentümer und kommunale Einrichtungen in neun Kommunen des Landkreises öffnen bis zum 3. Oktober ihre Türen. Die Aktionstage Innenorte, organisiert vom Regionalmanagement des Landkreises, wollen zeigen, wie sich Bestandsgebäude mit neuem Leben füllen lassen und damit die Innenentwicklung von Orten vorangetrieben werden kann.

„Junge Menschen wollen ihrer Heimat zunehmend treu bleiben“, sagte Landrat Dr. Jürgen Ludwig bei der gestrigen Auftaktveranstaltung. Doch oft fehle schlichtweg der passende Wohnraum. Gleichzeitig nehmen die Leerstände zu, meinte er. Beispielsweise wenn Landwirte aufgeben oder Handwerksbetriebe und Läden schließen. Umso wichtiger seien Ideen, wie man innerörtliche Flächen reaktivieren kann. „Und“ – fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu, „das darf dann auch schön sein“.

Die kommunalen Allianzen ILE-Region Rothenburg, Nora und Kernfranken, das Regionalmanagement Region Hesselberg, die Lokale Aktionsgruppe Region an der Romantischen Straße und das Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken haben Leuchtturmprojekte im Landkreis ausfindig gemacht.

Eine Herberge in Colmberg und das Kino in Feuchtwangen

32 davon können nun unter dem Motto „Alte Hülle – neues Leben“ besichtigt werden, freut sich Regionalmanagerin Andrea Denzinger. Darunter sind private und kommunale Projekte, Wohnhäuser genauso wie öffentliche Gebäude, denkmalgeschützt oder auch nicht, in kleinen und in größeren Orten. Eine Pilger- und Radlerherberge in Colmberg oder das kernsanierte Kino in Feuchtwangen sind dabei. „Die Verantwortlichen teilen bei den Aktionstagen ihre persönlichen Erfahrungen, geben Tipps und Anregungen“, so Denzinger.

Egal ob Anbau, Aufstockung oder Lückenschluss: „Beim Thema Innenentwicklung geht es immer auch um Identität“, betonte sie. Dem stimmte Manuel Döhler zu. Der Bürgermeister von Neusitz östlich von Rothenburg stellte beispielhaft den Prozess in seiner Gemeinde vor. „Wichtig ist es, Begegnungsorte für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen und so die Dorfgemeinschaft zu stärken“, betonte er.

Bereits vor 20 Jahren habe der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss „Innen vor außen“ gefasst. „Und wir sind noch lange nicht fertig“. Einiges hat sich aber schon getan: Im Juli dieses Jahres eröffnete beispielsweise ein Dorfladen. „Der ist eine gigantische Bereicherung“, so Döhler. Nicht nur als Einkaufsmöglichkeit, sondern auch als neuer Begegnungsort. Per Vitalitäts-Check ließ der Bürgermeister die Stärken und Schwächen seines Ortes analysieren, um so neue Konzepte und Fördermöglichkeiten zu entwickeln.

„Die Kommune muss dabei mit gutem Beispiel vorangehen“, erklärte Döhler. Das habe sie beispielsweise mit der Umgestaltung eines ehemaligen Gasthauses in Schweinsdorf zum neuen Dorfgemeinschaftshaus inklusive Wohnungen getan. Gleichzeitig werden private Projekte zur Schaffung neuen Wohnraums gefördert.

Das komplette Programm der Aktionstage Innenorte steht auf der Website des Landkreises Ansbach zur Verfügung.

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