Feuchtwangen: Noch ein Preis für Projekt des Gymnasiums | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.05.2024 08:00

Feuchtwangen: Noch ein Preis für Projekt des Gymnasiums

Dr. Barbara Haas, Lehrerin am Feuchtwanger Gymnasium, hat das das Ethik-Projekt „Vergessene Steine“ ins Rollen gebracht. Dafür gab es jetzt einen weiteren Preis. (Foto: Heraeus Bildungsstiftung)
Dr. Barbara Haas, Lehrerin am Feuchtwanger Gymnasium, hat das das Ethik-Projekt „Vergessene Steine“ ins Rollen gebracht. Dafür gab es jetzt einen weiteren Preis. (Foto: Heraeus Bildungsstiftung)
Dr. Barbara Haas, Lehrerin am Feuchtwanger Gymnasium, hat das das Ethik-Projekt „Vergessene Steine“ ins Rollen gebracht. Dafür gab es jetzt einen weiteren Preis. (Foto: Heraeus Bildungsstiftung)

Das Projekt „Ihr seid nicht vergessen“ des Feuchtwanger Gymnasiums wurde ein weiteres Mal mit einem Preis gewürdigt. Diesmal wurde die initiierende Lehrkraft Dr. Barbara Haas ausgezeichnet. Sie holte den dritten Preis im Wettbewerb „Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ 2023.

Ausgezeichnet wurde das Projekt in der Kategorie „Unterricht innovativ“. Ausgeschrieben wird der Wettbewerb von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband.

Inzwischen verstummten zunehmend die Stimmen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die aus erster Hand über den Völkermord der Nationalsozialisten an den Jüdinnen und Juden im „Dritten Reich“ berichten können, heißt es in der Pressemitteilung der Ausrichter. Um junge Menschen „gegen das Vergessen“ zu sensibilisieren, habe Haas zusammen mit den Schülerinnen und Schülern in ihrem Unterrichtsprojekt an 60 Jüdinnen und Juden aus Schopfloch erinnert, die ab 1939 von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurden.

Das Projekt, das in eineinhalb Jahren „kreativ und interdisziplinär in Kooperation mit außerschulischen Partnern“ realisiert wurde, habe erreicht, dass den Holocaust-Opfern aus Schopfloch eine bis dahin noch fehlende Gedenkstätte gewidmet wurde. In der Auseinandersetzung mit den Themen Antisemitismus, Opfergedenken und Demokratie-Erhalt seien Lebensläufe, Geschichten und Schicksale der Opfer und das einschneidende Ende ihrer jüdischen Geschichte, ihrer Geheimsprache „Lachoudisch“, ihrer Religion und ihrer Kultur in der Gemeinde Schopfloch dokumentiert worden, so die Laudatio weiter.

Es sei bemerkenswert, wie intensiv die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit gehabt hätten, sich mit der Thematik zu befassen, meinen die Juroren. So tief in ein Thema einzusteigen, bleibe den Schulen oft verwehrt. Die Interdisziplinarität und Kooperation mit außerschulischen Lernpartnern scheine „beispielhaft gelungen“.

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Eigenverantwortliches Lernen ermöglicht

Die Schülerinnen und Schüler hätten die Chance bekommen, verschiedene Kompetenzen zu entwickeln und eigenverantwortlich zu lernen. Es entstehe der Eindruck, dass die Jugendlichen „nachhaltig gelernt und reflektiert haben und sich ganz auf das Projekt und seine Teilaspekte eingelassen haben“, heißt es in der Laudatio wörtlich.

Über 8500 Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler beteiligten sich am Wettbewerb. Die Würdigung der Preisträgerinnen und Preisträger und ihrer Projekte fand in Berlin statt.

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