„Fastnacht in Franken” 2025: Diese Akteure aus der Region sind wieder dabei | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.02.2025 15:55

„Fastnacht in Franken” 2025: Diese Akteure aus der Region sind wieder dabei

Bei Fastnacht in Franken 2024: Christoph Maul. (Foto: Reinhard Zichy)
Bei Fastnacht in Franken 2024: Christoph Maul. (Foto: Reinhard Zichy)
Bei Fastnacht in Franken 2024: Christoph Maul. (Foto: Reinhard Zichy)

Millionen Menschen in Bayern werden am Abend des 21. Februar vor ihrem Fernseher sitzen und die BR-Kultsendung „Fastnacht in Franken“ sehen. Diese Prognose erlauben die Einschaltquoten der vergangenen Jahre. Die Region ist im Programm auch dieses Jahr wieder stark vertreten. Wie bereiten sich die Akteure darauf vor?

Für den Sitzungspräsidenten Christoph Maul hat die Arbeit an seiner Moderation etwa zwei Wochen vor Weihnachten begonnen. Da sind die ersten Texte der Künstler eingetroffen. „Dann beginnt der kreative Prozess“, erzählt er. Maul kommt aus Schillingsfürst und leitet bereits zum dritten Mal die Sitzung in Veitshöchheim.

Rund 40 Minuten Textanteil wird er bei der Sendung haben. Gäste begrüßen, Gruppen ansagen und von der Bühne verabschieden, der ein oder andere Witz kommt zwischendurch. Seine Moderation entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Redaktion des BR, erzählt er. Die „heiße Phase“ beginnt dann in der Woche vor der Sendung: Einzelproben und die Generalprobe in den Mainfrankensälen in Veitshöchheim. Der Sitzungspräsident ist die ganze Woche dabei.

Finale Fassung erst kurz vor dem Auftritt

„Es ist wie ein geborgenes Nest“ beschreibt Maul den Zusammenhalt. Jahr für Jahr trifft man auf ähnliche Leute. Zeit für die eigene Familie ist ihm trotzdem wichtig: Jeden Morgen macht Maul einen kurzen Videocall mit seiner Frau und seinem Sohn. Beim ersten Kaffee trifft er dann auf weitere Fastnachtsverbündete.

Die ganze Woche über perfektioniert er seinem Text, stimmt ihn genau auf die Auftritte ab. Die finale Fassung steht am Tag der Sendung, etwa um 13 Uhr, erzählt Maul. Welches Kostüm Söder trägt, ist für ihn übrigens nicht entscheidend. Der Sitzungspräsident begrüßt eher die Würdenträger, die sonst nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen.

Gankino Circus macht eine exklusive Show

Nicht nur Maul arbeitet lange an seinem Auftritt. „Wir feilen daran sehr lange im Touralltag“, schildert Ralf Wieland. Er ist Gitarrist der Band Gankino Circus. Bereits das dritte Jahr in Folge ist die Band als der wahrscheinlich kleinste Faschingsverein der Welt, als „Dietenhöfner Dudemänner“ in Veitshöchheim zu Gast.

Im Herbst hat die Gruppe bereits mit den Vorbereitungen begonnen. Die Show für Veitshöchheim ist exklusiv. Stoff aus dem normalen Programm eignet sich kaum, so Wieland. Für den Fasching ist es wichtig, dass die Themen viele Leute betreffen. Das kann Skurriles, Kurioses oder Alltägliches sein.

Dietenhofen kommt wieder auf die große Bühne

Entscheidend ist letztendlich, wie man es dann ausarbeitet und auf die Bühne bringt, erklärt Wieland. Die Bundestagswahl, die am Sonntag nach der Sendung stattfindet, wird viel Stoff für die Kabarettisten und Rednerinnen liefern. Für Gankino Circus spielen diese tagesaktuellen Dinge keine so wichtige Rolle, so Wieland.

Im vergangenen Jahr besang die Gruppe den neuen Griechen in ihrem Heimatort – begleitet von passenden Bouzouki-Sound. Worum es diesmal gehen wird, bleibt noch ein Geheimnis. Aber Dietenhofen soll auf jeden Fall wieder einen wichtigen Platz einnehmen, verspricht Wieland. Für die vier ist es eine „besondere Auszeichnung“ in den Mainfrankensälen und vor Millionen Menschen vor den Bildschirmen zu spielen. Ralf Wieland spricht von einer großen Vorfreude. Trotzdem schwingt Nervosität mit, erzählt Wieland: „Es ist immer wieder sehr aufregend für uns.“

Nummer vor Publikum erprobt

„Da geht schon die Pumpe“, gibt auch David Lugert zu. Er ist Mitglied des A-cappella-Quartetts Viva Voce. Die Band aus Ansbach hat noch immer Lampenfieber, auch wenn sie bereits zum sechsen Mal in Veitshöchheim ist.

Sie proben die Nummer bereits vor Publikum. Sechs Auftritte haben sie dieses Jahr vor der Sendung. Dort beobachten sie: Wann lachen die Leute? Versteht man die Moderation? Nach und nach macht sich die Gruppe dann an den Feinschliff.

Franken ist ein wichtiger Baustein

David Lugert und seine Bandkollegen haben durch die vergangenen Jahre beim Fasching bereits viele Erfahrungen gesammelt. „Die Liebe zu Franken“ ist ein wichtiger Baustein, verrät Lugert. Ob Kulinarik, Sehenswürdigkeiten oder Helden – Hauptsache Franken.

Außerdem suchen sie sich ein übergeordnetes Thema. Mit ABBA-Outfits glänzte Viva Voce im vergangenen Jahr auf der Bühne – und der Saal war begeistert. Auch dieses Mal werden sie wieder in eine Musikerrolle schlüpfen. „So viel darf man verraten“, sagt Lugert. Genaueres bleibt auch hier ungewiss. Damit das so bleibt, erinnert Lugert alle, die dieses Jahr bereits eine Show besucht haben: „Es gilt strengste Geheimhaltung!“


Antonia Müller
Antonia Müller
Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach
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