Der Countdown läuft: Noch ein Vierteljahr ist es bis zur Eröffnung des Flugpioniermuseums in Leutershausen. Als Vertreter der bayerischen Staatsregierung hat zwischenzeitlich Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sein Kommen zugesagt.
Das ehemalige Landgericht ist derweil nach wie vor Großbaustelle. „Es bleibt bis zum letzten Tag spannend“, sagte Projektleiterin Dr. Laura Gebauer, als sie dem Schul- und Kulturausschuss nun die aktuelle Planung für das Eröffnungswochenende 14. bis 16. September vorstellte. „Wir müssen jetzt in die Werbeoffensive gehen“, erklärte sie, obwohl es auf der Baustelle noch rundgehe.
Inzwischen habe das Museum auch seinen endgültigen Namen, so Gebauer. „Gustav-Weißkopf-Museum – Pioniere der Lüfte“ wird es heißen. Der bisherige Arbeitstitel „Flugpioniermuseum“, der auch mit Rücksicht auf die Geldgeber verwendet wurde, „konnte nicht bleiben, das war uns klar“, sagte die Projektleiterin. Der in Leutershausen geborene Tüftler müsse im Namen prominent erscheinen. Nun werde bald eine „Plakat- und Banner-Offensive“ starten, kündigte sie an.
Anders als zunächst vorgesehen wird der breiten Öffentlichkeit am Festwochenende nun größerer Raum eingeräumt. Der erste Vorschlag, den Florian Thum und Dr. Gebauer vor Monaten dem Stadtrat präsentiert hatten, war auf Kritik gestoßen, weil viele ein Missverhältnis im Aufwand für die Ehrengäste und „das gemeine Volk“ sahen. „Für die Großkopferten“ fahre man auf, während für die Bürger nur Almosen blieben, hieß es. Dieser Eindruck soll nun nicht mehr entstehen.
Den Auftakt des Festreigens macht, wie geplant, am Donnerstag ein „Pre-Opening“ unter dem Motto „Nachts im Museum“. Eingeladen wird dazu eine handverlesene Schar von 40 bis 50 Multiplikatoren, die schwerpunktmäßig aus der Tourismusbranche kommen: Fremdenverkehrsverbände, Busunternehmer, lokale und regionale Gastgeber, Reiseveranstalter, aber auch die Presse nannte Gebauer.
Der offizielle Festakt zur Einweihung beginnt am Freitag um 14.30 Uhr im Lutherhaus. Anschließend wechseln die 150 bis 200 Gäste zur Besichtigung ins Museum. Eingeladen sind dazu unter anderem auch Nachfahren von Gustav Weißkopf.
Am Abend soll dann die Bevölkerung auf ihre Kosten kommen. In Anlehnung an das Veranstaltungskonzept von LeutersDraußen soll in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen am Plan ein großes Fest mit Bühne, Live-Musik und leckerem Essen steigen. Zudem wird es laut Gebauer kulinarische Stadtführungen unter dem Motto „Auf den Spuren von Gustav Weißkopf“ geben.
Am Samstag ist ganztägig Tag der offenen Tür im Museum, bei freiem Eintritt. Vorgesehen sind themenspezifische Führungen, etwa von Architekten und Handwerkern. Der Heimatverein wird nachmittags live vor Ort fränkische Küchle backen, und auch für Kinder ist ein Unterhaltungsprogramm vorgesehen. Am Abend wird es wieder Live-Musik und ein kulinarisches Angebot geben.
„Ganz viel ist schon in trockenen Tüchern“, berichtete die Projektleiterin: „Das ist schon weit gediehen.“ Und sie versprach: „Es wird unglaublich viel geben für Familien.“