Deutsche Basketball-Frauen ziehen ins Viertelfinale ein | FLZ.de

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Veröffentlicht am 22.06.2025 20:25

Deutsche Basketball-Frauen ziehen ins Viertelfinale ein

Auch gegen Spanien zählte Luisa Geiselsöder (links) zu den besten deutschen Spielerinnen. Hier hält sie das spanische Supertalent Awa Fam auf Distanz. (Foto: Tilo Wiedensohler/camera4)
Auch gegen Spanien zählte Luisa Geiselsöder (links) zu den besten deutschen Spielerinnen. Hier hält sie das spanische Supertalent Awa Fam auf Distanz. (Foto: Tilo Wiedensohler/camera4)
Auch gegen Spanien zählte Luisa Geiselsöder (links) zu den besten deutschen Spielerinnen. Hier hält sie das spanische Supertalent Awa Fam auf Distanz. (Foto: Tilo Wiedensohler/camera4)

Mit einer erneut sehr gut aufgelegten Luisa Geiselsöder schaffte die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Frauen den Einzug ins Viertelfinale der Europameisterschaft. Nach der Niederlage am Freitag gegen Spanien siegte die DBB-Auwahl am Sonntagabend in Hamburg gegen Großbritannien mit 80:67 und schloss damit die Gruppe D als Tabellenzweiter hinter Spanien ab.

Nun heißt es nach der Vorrunde in Deutschland Koffer packen für das Team um Bundestrainerin Lisa Tomaides – die EM-Endrunde findet in Piräus statt. Die deutschen Frauen treffen im Viertelfinale am Mittwoch, 25. Juni, auf einen enorm starken Gegner: Europas Top-Mannschaft Belgien, die den Sieg der Gruppe C perfekt machte.

Spanien zu abgezockt für das Tomaides-Team

Der Sieg gegen Großbritannien macht dem deutschen Team wieder Mut, denn gegen die favorisierten Spanierinnen musste es am Freitagabend ihre erste Niederlage dieser EM einstecken. Der amtierende EM-Vizemeister spielte abgezockter, leistete sich weniger Fehler und wusste auch die tiefer besetzte Bank für sich zu nutzen. Dennoch: Die 60:79-Niederlage fiel für die deutschen Frauen zu hoch aus. Sie hatten sich lange mit großem kämpferischen Einsatz gegen die Niederlage gewehrt und waren zu Beginn des 3. Viertels sogar bis auf drei Punkte dran am übermächtig scheinenden Gegner (35:38).

Letztendlich war neben den Ballverlusten (16) die schwache Reboundarbeit entscheidend für den Spielverlust. Spanien wurden 13 Offensiv-Rebounds gestattet. Insgesamt schnappte sich der Gegner 40 vom Korb abspringende Bälle, bei der DBB-Auswahl waren es nur 26.

Luisa Geiselsöder war zwar auch nicht frei von Fehlern, aber sie zeigte wieder eine überdurchschnittlich gute Leistung und war mit 16 Punkten erneut beste Werferin ihres Teams. Zudem steuerte sie drei Assists bei und konnte sich acht Rebounds gutschreiben lassen.

Das spanische Supertalent auf Distanz gehalten

In der Defensive hielt sie die als spanisches Supertalent angekündigte Awa Farm bei vier Punkten. Einige strittige Szenen – die Partie wurde mit Haken und Ösen geführt – bewerteten die nicht immer glücklich agierenden Schiedsrichter gegen die Burgoberbacherin, die eine Minute vor Spielende mit ihrem fünften Foul vom Platz musste. Tomaidis spielte mit kleiner Rotation. Geiselsöder ackerte und rackerte über 37 Minuten, Leonie Fiebich spielte sogar die kompletten 40 Minuten durch.

„Jetzt ist erst einmal Regeneration das wichtigste. Beine hochlegen und entspannen“, äußerte sich Geiselsöder unmittelbar nach diesem kräftezehrenden Spiel und bilanzierte: „Wir sind gut und haben das Potenzial, dass wir auch die Topfavoriten schlagen können. Wir sind gegen Spanien immer wieder rangekommen. Dann war es natürlich enttäuschend für uns, dass der Gegner auch immer wieder weggezogen ist. Wir haben ein paar Sachen, an denen wir arbeiten müssen. Wenn wir die verbessern können, werden wir auch Erfolg haben.“

Zehn Punkte im 1. Viertel erzielt

Erfolg hatten die DBB-Frauen sogleich wieder im entscheidenden Spiel gegen Großbritannien am Sonntagabend. Im 1. Viertel lief Geiselsöder zur Galaform auf. Sie erzielte die ersten sieben Punkte für Deutschland und hatte in den ersten zehn Minuten 10 Punkte eingesammelt (darunter 2 Dreier). Mit einer 26:8-Führung ging es ins 2. Viertel, in dem die Würfe der Burgoberbacherin nicht mehr fielen. Dafür sprangen nun Fiebich, Wilke und Bessoir in die Bresche. Außerdem erhielt Geiselsöder ein paar Minuten Verschnaufpause auf der Bank.

Die Spielerinnen aus Großbritannien um ihre erfahrene WNBA-Playerin Temi Fagbenle (Golden State Valkyries) hatten nun ihr Visier besser eingestellt, trafen auch die Dreier und verkürzten zwischenzeitlich auf bis zu 15 Punkten. Dennoch: Deutschland kontrollierte weiterhin die Partie und führte zur Pause verdient mit 48:32.

Fiebich und Bühner treffen wichtige Dreier

Das 3. Viertel verlief für die Deutschen allerdings zäh. Die Britinnen wehrten sich und verkürzten auf 48:53 – das Spiel schien zu kippen. Weitere zwei Punkte von Geiselsöder zur 59:50-Führung kamen zur rechten Zeit. Mit einem 63:52 ging es in das letzte Viertel, das Fiebich und Bühner mit Dreiern eröffneten. Der Rest zum 80:67-Sieg war Formsache. Geiselsöder hatte mit 14 Punkten erneut zweistellig gescort. Beste deutsche Werferin war diesmal Frieda Bühner mit 17 Punkten.

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