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Veröffentlicht am 29.05.2023 09:25

Dax gibt nach

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. (Foto: Fredrik von Erichsen/dpa)
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. (Foto: Fredrik von Erichsen/dpa)
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. (Foto: Fredrik von Erichsen/dpa)

Über der runden Marke von 16.000 Punkten ist die Luft für den Dax derzeit zu dünn. Auch am Dienstag lag der deutsche Leitindex zeitweise klar über dieser Schwelle, ging letztlich aber mit einem Abschlag von 0,27 Prozent auf 15.908,91 Punkte aus dem Handel. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,48 Prozent auf 26.795,41 Zähler.

Anleger warten ab, bis dem unlängst erzielten Kompromiss im US-Schuldenstreit am Mittwoch auch der US-Kongress zustimmt. Dessen Entscheidung ist noch nicht sicher. Bis zu einer endgültigen Einigung bleibe die Volatilität am Markt wohl erhöht, schrieb Analyst Pierre Veyret vom Broker ActivTrades. Es bleibe ein gewisses Restrisiko, „denn nichts ist erledigt, bis es erledigt ist“, erläuterte Analyst Konstantin Oldenburger vom Handelshaus CMC Markets.

Am deutschen Markt verhalf ein recht hohes Kursziel der Bank of America (Bofa) für die Deutsche Post den Papieren des Logistikers zu einem Kursplus von 1,5 Prozent, womit sie sich den ersten Platz im Dax sicherten.

Eine geplante Allianz in Asien honorierten die Anleger von Daimler Truck mit einem Plus von 0,5 Prozent. Der Lkw-Hersteller will große Teile seines Asiengeschäfts mit dem Konkurrenten Toyota zusammenlegen. Für Daimler Truck sei dies ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, hieß es von der US-Bank JPMorgan.

Die positive Tendenz bei Halbleiter-Papieren seit dem in der Vorwoche veröffentlichten starken Ausblick des US-Chipkonzerns Nvidia setzte sich insgesamt fort. Infineon gewannen 1,3 Prozent. Und der US-Konzern Nvidia erreichte an diesem Dienstag an der New Yorker Börse erstmals einen Börsenwert von über einer Billion US-Dollar.

Papiere aus dem Pharma- und Konsumsektor hatten im Dax das Nachsehen. Fresenius SE lagen mit minus 2,7 Prozent hinten. Beiersdorf sanken um 2,3 Prozent.

Die Titel von K+S setzten im MDax ihren Abwärtstrend mit minus 6,9 Prozent fort. Ihr neues, negatives Konjunkturszenario für 2024 beinhalte eine weitere rund 20-prozentige Senkung ihrer Schätzungen für die Düngerpreise, schrieben die Branchenexperten der US-Bank Morgan Stanley.

Kursgewinne von 2,7 Prozent verbuchten an der MDax-Spitze die Aktien des Gewerbeimmobilien-Spezialisten Aroundtown nach der Vorlage von Quartalszahlen.

Europaweit war die Stimmung gedämpft. Der EuroStoxx 50 gab um 0,66 Prozent auf 4291,58 Punkte nach. Noch deutlicher im Minus schlossen der französische Cac 40 und der Londoner FTSE 100. In New York hielten sich die Anleger bei Standardwerten zurück, der Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsschluss moderat tiefer. An der Technologiebörse Nasdaq gab es Kursgewinne; dort sind die Anleger wegen Nvidia weiterhin in Feierlaune.

Der Euro fiel zeitweise bei 1,0673 Dollar auf den tiefsten Stand seit März, erholte sich dann und wurde zuletzt mit 1,0722 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0744 (Montag: 1,0715) Dollar festgesetzt, der Dollar kostete damit 0,9308 (0,9333) Euro.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 2,51 Prozent am Vortag auf 2,44 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,19 Prozent auf 125,43 Punkte. Der Bund-Future gewann zuletzt 0,79 Prozent auf 135,26 Zähler.

© dpa-infocom, dpa:230529-99-864849/13


Von dpa
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