Die Bürgermeisterkandidatin der CSU Mitteleschenbach steht fest: Daniela Wittmann. Das Hin und Her der vergangenen Monate in der Kommune dürfte damit ein Ende haben. Die 41-Jährige wurde am Dienstag mit großem Rückhalt offiziell nominiert.
Ob der Bürgermeister-Job im Haupt- oder im Ehrenamt gestaltet werden soll, darüber wurde in den vergangenen Monaten viel gestritten. Die CSU sprach sich zuerst für das Hauptamt aus, einigte sich dann aber doch mit der SPD/UW auf ein Ehrenamt.
Als möglicher CSU-Kandidat war der dritte Bürgermeister Ingo Wittmann im Gespräch. Doch der lässt sich gar nicht mehr für den Gemeinderat aufstellen. Stattdessen wirft Daniela Wittmann, seine Ehefrau, den Hut in den Ring.
Bei der Nominierungsversammlungstellte sich die 41-Jährige vor. Als Mutter von zwei Kindern und als Tochter wisse sie um die Bedürfnisse jüngerer und älterer Menschen. Sie möchte Mitteleschenbach so gestalten, dass Kinder sowie Seniorinnen und Senioren sich wohlfühlen.
Dabei gehe es der 41-Jährigen zum einen um die Schule und den Kindergarten. Für Familien seien kurze Wege, Nahversorgung und Bauland wichtig – aktuell habe die Gemeinde nur einen Bauplatz zu verkaufen, betonte sie. Zum anderen brauche es aber auch „Wertschätzung und Verlässlichkeit” für die älteren Menschen. Sie denke zum Beispiel an seniorengerechtes Wohnen.
Daniela Wittmann ist Bankbetriebswirtin und hofft aus ihrem Beruf viel für den Posten als Rathauschefin mitzubringen. „Ich bin es als Bänkerin gewohnt, mit Zahlen verantwortungsvoll umzugehen und Risiken abzuschätzen.” Geld für die Gemeindekassen, so betonte sie, komme vor allem durch Unternehmen. Für diese gelte es, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen.
Die Mitteleschenbacherin betonte den „außergewöhnlich starken Zusammenhalt” in der Gemeinde. „Wenn es drauf ankommt, sind alle da.” Das Vereinsleben schätze sie besonders. Daniela Wittmann: „Das Ehrenamt ist das Rückgrat der Gemeinde.”
Die 41-Jährige beschreibt sich selbst als nah am Menschen, bodenständig, verantwortungsvoll und zukunftsgerichtet. Für sie ist es wichtig, klar zu kommunizieren. Sie möchte Tradition erhalten, aber auch Neues angehen. Die 41-Jährige bedankte sich ausdrücklich bei ihrem Ehemann Ingo Wittmann und ihrer Familie, die sie auf dem Weg unterstützen. Sie trete nicht um des Titels willen an, sondern um Verantwortung zu übernehmen, „weil ich an unsere Gemeinde glaube”, schloss Wittmann ihre Vorstellung.
Stefan Maul, Ortsvorsitzender, bedankte sich für die „starke Vorstellung” und leitete anschließend die Wahl. 17 wahlberechtigte CSU-Mitglieder sind zur Nominierungsversammlung ins Berg-Café Bußinger gekommen, 17 Stimmen bekam Daniela Wittmann. Mit einem kräftigen Applaus und einem großen Blumenstrauß feierten die Anwesenden ihre frisch gekürte Kandidatin.