Basketball: Mit Luisa Geiselsöder zum historischen Sieg bei Olympia | FLZ.de

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Veröffentlicht am 29.07.2024 16:23

Basketball: Mit Luisa Geiselsöder zum historischen Sieg bei Olympia

Die ersten Olympia-Punkte für Luisa Geiselsöder (mit Ball). Gegen Belgien zeigte sie ein kämpferisch starkes Spiel. (Foto: DBB)
Die ersten Olympia-Punkte für Luisa Geiselsöder (mit Ball). Gegen Belgien zeigte sie ein kämpferisch starkes Spiel. (Foto: DBB)
Die ersten Olympia-Punkte für Luisa Geiselsöder (mit Ball). Gegen Belgien zeigte sie ein kämpferisch starkes Spiel. (Foto: DBB)

Historischer Sieg für die deutschen Basketballerinnen: Bei ihrer Olympia-Premiere in Lille holten sie im ersten Gruppenspiel einen 83:69-Sieg gegen Belgien. Die Burgoberbacherin Luisa Geiselsöder kassierte zwar im Schlussviertel ihr fünftes Foul, war aber ein wichtiges Puzzleteil ihres Teams.

Schon beim Abspielen der deutschen Nationalhymne und dann auch noch unmittelbar vor Spielbeginn signalisierte der Gesichtsausdruck von Geiselsöder Zuversicht und Vorfreude auf das Spiel.

Und mit dieser positiven Einstellung ging sie und das gesamte Team die Partie gegen den amtierenden Europameister an. Von der ersten Minute an ließ die DBB-Auswahlden Belgierinnen keine Luft zum Atmen, spielte in der Defensive mit Geiselsöder in der Starting Five hochkonzentriert und schaltete bei den vielen Ballgewinnen blitzschnell um in die Offensive.

Geiselsöder trifft zur deutschen 8:3-Führung

Ihre ersten beiden Punkte erzielte Geiselsöder (gesamt sechs) zur 8:3-Führung, nach dem 1. Viertel hatten sich die Deutschen einen 25:11-Vorsprung herausgeworfen. Einziges Manko der DBB-Auswahl: Sie schenkten zu viele Bälle mit Fehlpässen her – allein zehn Ballverluste waren es bis zur Halbzeit.

Aber die DBB-Damen machten im 2. Viertel genauso zielstrebig weiter wie sie das Spiel begonnen hatten. Belgien mit der extrem erfahrenen Emma Meesseman kam überhaupt nicht ins Spiel und scheiterte an der Hartnäckigkeit der Deutschen, die zunächst in Satou Sabally und Leonie Fiebich ihre besten Kräfte hatten. So stand zur Halbzeitpause eine unglaubliche 46:25-Führung für den Außenseiter, der es auf eine 62-prozentige Wurfquote brachte (Belgien 38 Prozent).

Belgien kommt mit Wut im Bauch aus der Pause

Das konnte der Sechstplatzierte der Weltrangliste nicht auf sich sitzen lassen und legte zu Beginn des 3. Viertels einen Zahn zu. Mit einem 10:1-Lauf wollte er nochmals in Schlagdistanz kommen – die Deutschen wirkten verunsichert und Geiselsöder musste ihr drittes Foul akzeptieren. Das hieß für die Mittelfränkin: erst mal runter vom Feld.

Doch das Team mit dem Adler auf der Brust meisterte diese schwierige Phase und hielt mit Nyara Sabally und Alexis Peterson dagegen. Auch Geiselsöder kam zurück und schnappte sich gleich den nächsten Rebound.

Beim Stand von 55:41 dann der Schock für Deutschland: Nyara Sabally wurde unglücklich von der eigenen Mitspielerin Fiebich mit der Schulter im Gesicht getroffen und konnte nicht weiterspielen. Bange Minuten für die DBB-Auswahl, zumal Geiselsöder auch noch ihr viertes Foul kassierte.

Das Aus für Geiselsöder sechseinhalb Minuten vor Schluss

Mit einer 60:42-Führung ging es in das letzte Viertel, in dem nun auch die ersten Dreier für Belgien fielen (68:52). Die kämpferisch starke Geiselsöder bekam weiterhin die harte Auslegung der Schiedsrichter zu spüren und musste sechseinhalb Minuten vor Spielende bei einem Blockversuch mit ihrem fünften Foul vom Feld.

Nun geht es gegen den Olympia-Zweiten Japan

Satou Sabally bekam einen Schlag auf den Körper ab und musste angeschlagen raus. In Gefahr geriet der 83:69-Sieg dennoch nicht mehr, weil Youngster Frieda Bühner (20) in der Schlussphase traumhaft sicher ihre Würfe versenkte. Dieser Erfolg wird der DBB-Auswahl Mut machen. Am Donnerstag, 1. August, geht es im zweiten Spiel der Gruppe C gegen den Olympiazweiten von Tokio, Japan.

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