Veröffentlicht am 22.05.2022 11:42

26-Jähriger nach Gewaltdrohungen festgenommen

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei. (Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild)
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei. (Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild)
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei. (Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild)

Die Polizei hat einen 26-Jährigen im Landkreis Lichtenfels nach Gewaltdrohungen festgenommen. Der Mann hatte online in einem Messengerdienst eine „schwerwiegende Tat“ angekündigt, wie das Polizeipräsidium Oberfranken am Samstag mitteilte. Mehrere Zeugen lasen die Botschaften und alarmierten die Polizei. Der Mann besaß - laut Polizei legal - mehrere Waffen, die die Beamten sicherstellten.

Womit genau der Mann gedroht hatte, ließ eine Polizeisprecherin unbeantwortet. Auch wen der 26-Jährige bedrohte, teilte das Polizeipräsidium nicht mit. Doch nahmen die Ermittler die Botschaften ganz offensichtlich sehr ernst. Kripo und Coburger Staatsanwaltschaft forderten Spezialeinsatzkräfte und eine Verhandlungsgruppe an.

Letztlich überredeten die geschulten Verhandler den Mann vor seinem Wohnhaus am frühen Samstagmorgen dazu, sich festnehmen zu lassen. Gegen ihn wird nun wegen Bedrohung ermittelt. Im Strafgesetzbuch sind dafür bis zu einem Jahr Haft oder Geldstrafen vorgesehen.

Zwei ähnlich gelagerte Fälle hatte die Münchner Polizei in den vergangenen Tagen gemeldet. So hatte am Donnerstag ein 14-Jähriger einer 33 Jahre alten Frau Gewalt angedroht, die Polizei fahndete mit einem größeren Aufgebot nach dem Buben. Er wurde wieder entlassen; laut Polizei gab es keine Anhaltspunkte, dass die Frau tatsächlich in Gefahr war. Doch auch in diesem Fall ermittelt die Kripo weiter. Ebenfalls am Donnerstag wurde ein 61 Jahre alter Mann in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, der mit Gewalt auf einer Mieterversammlung drohte.

© dpa-infocom, dpa:220522-99-385885/2

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