15-Jährige punktet für die Volleyballerinnen des TSV Ansbach | FLZ.de

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Veröffentlicht am 16.12.2024 08:00

15-Jährige punktet für die Volleyballerinnen des TSV Ansbach

MIt 15 schon Leistungsträgerin in der Frauenmannschaft: Dominika Schäfer (Mitte) aus Kasachstan hat Spaß in Ansbach. Sieht man. (Foto: Martin Rügner)
MIt 15 schon Leistungsträgerin in der Frauenmannschaft: Dominika Schäfer (Mitte) aus Kasachstan hat Spaß in Ansbach. Sieht man. (Foto: Martin Rügner)
MIt 15 schon Leistungsträgerin in der Frauenmannschaft: Dominika Schäfer (Mitte) aus Kasachstan hat Spaß in Ansbach. Sieht man. (Foto: Martin Rügner)

Drei Punkte waren die Ausbeute aus dem Doppelspieltagin der Volleyball-Regionalliga für die Frauen des TSV Ansbach.

Das 3:1 (25:14, 21:25, 25:23, 25:22) vor eigenem Publikum gegen den SV Lohhof II war der dritte Sieg in Folge und fiel nicht so leicht, wie man es vom Tabellenführer-Bezwinger der Vorwoche im Spiel gegen eine Mannschaft aus der Abstiegszone vielleicht erwartet hatte.

Gelungenes Comeback von Botsch

Das durchweg gute Aufschlagniveau der jungen Zweitliga-Reserve machte Ansbach zu schaffen. Dem schnell gewonnenen ersten Durchgang folgte trotz erfolgreicher Aufholjagd von 11:19 auf 20:21 ein Satzverlust und dem wiederum zwei ganz enge Durchgänge. Den Matchball verwandelte Sophia Botsch, deren Aufschlag mit Hilfe der Netzkante zum Ass wurde.

Für die Mannschaftsführerin das i-Tüpfelchen auf einem gelungenen Comeback nach langer Pause wegen eines Fingerbruchs. Gegen Ende von Satz ein eingewechselt, führte sich Botsch gleich mit einem erfolgreichen Schmetterball ein. „Wir hatten so viele Verletzungen und so viel mehr schwierigere Situationen als wir dachten, insofern feiern wir jedes Spiel, das wir gewinnen und dass wir jeden schlagen können, haben wir schon bewiesen“, so Botsch.

Aus Kasachstan in den TSV-Nachwuchs

Ähnlich kraftvoll wie die langjährige Leistungsträgerin kann Dominika Schäfer den Ball ins gegnerische Feld dreschen, wovon man sich gleich beim allerersten Angriff überzeugen konnte. Außerdem sah man sie den Ball Millimeter vor dem Aufprall noch vom Boden kratzen, etliche Aufschläge mit enormer Wucht ins gegnerische Feld verfrachten und auch, dass sie beim Angriff auch die feine Klinge beherrscht, etwa einen Ball am Netz entlang nach unten schlagen kann.

Dass da einige Kraft im rechten Arm lauert, sieht man Schäfer an. Nicht jedoch, dass sie erst 15 Jahre alt ist. Die Bayernauswahlspielerin stammt aus Kasachstan und ist erst seit drei Jahren in Deutschland. Die Volleyball-Gene mitsamt passendem Körperbau hat sie von der Mutter bekommen, die selbst auf hohem Niveau gespielt hat.


Der Sport hat mir geholfen, die neue Sprache zu lernen.

Dominika Schäfer

„Der Sport hat mir geholfen, die neue Sprache zu lernen“, sagt Schäfer, die die Ansbacher Güllschule besucht, bereits mit den Nachwuchsteams des TSV erfolgreich war und nun „sehr viel Spaß mit dieser Mannschaft“ hat. Und die Mannschaft mit ihr.

Schäfer gilt als zielstrebig und trainingseifrig. „Sie hat schon einen richtigen Dampfhammer“, sagt Trainer Armin Hoefer, „ein großes Küken mit viel Gewalt und Verbesserungspotential in der Abwehr.“

Frisch aus der Bezirksliga zur Hauptangreiferin in der Regionalliga – diese Karriere setzte sich im Auswärtsspiel in Regenstauf fort. Allerdings blieb dem TSV trotz heftiger Gegenwehr sogar ein Satzgewinn versagt.

In Regenstauf fehlt die Konstanz

In der Oberpfalz trat der TSV ohne Chiara Pauli an und konnte nicht an die Leistung vom Lohhof-Spiel anknüpfen. Der erste Satz und der dritte Satz waren umkämpft (24:26, 25:27) und mit etwas mehr Konstanz hätte Ansbach beide für sich entscheiden können. Die aber fehlte den Gäste, die den zweiten Durchgang mit 19:25 abgeben mussten.

„Diesmal war überall Sand im Getriebe, wir haben einiges probiert und dabei ging auch manches schief. Zudem haben wir nicht immer die passende Formation gefunden, das nehme ich zum Teil auf meine Kappe“, so TSV-Trainer Armin Hoefer.

Regenstauf nutzte die Schwächen des Gegners zu einem klaren Sieg.

TSV Ansbach (gegen Lohhof): Ina Baumann, Lea Bomsdorf, Sophia Botsch, Nina Hoefer, Thea Jüttner, Chiara Pauli, Dominika Schäfer, Anja Scherb, Amélie Sommer.

TSV Ansbach (in Regenstauf): Baumann, Bomsdorf, Botsch, Hoefer, Jüttner, Schäfer, Scherb, Sommer.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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