Würdiger Rahmen: Neue Ehrenbürgertafel in Wolframs-Eschenbach enthüllt | FLZ.de

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Würdiger Rahmen: Neue Ehrenbürgertafel in Wolframs-Eschenbach enthüllt

Vor der neuen Ehrenbürgertafel im zweiten Obergeschoss des Deutschordensschlosses (von links): Stadtarchivar Oskar Geidner, die beiden Ehrenbürger Anton Seitz und Erwin Seitz sowie Bürgermeister Michael Dörr. (Foto: Antonia Müller)
Vor der neuen Ehrenbürgertafel im zweiten Obergeschoss des Deutschordensschlosses (von links): Stadtarchivar Oskar Geidner, die beiden Ehrenbürger Anton Seitz und Erwin Seitz sowie Bürgermeister Michael Dörr. (Foto: Antonia Müller)
Vor der neuen Ehrenbürgertafel im zweiten Obergeschoss des Deutschordensschlosses (von links): Stadtarchivar Oskar Geidner, die beiden Ehrenbürger Anton Seitz und Erwin Seitz sowie Bürgermeister Michael Dörr. (Foto: Antonia Müller)

In der langen Historie der Stadt haben zehn Männer eine besondere Auszeichnung bekommen: Sie wurden zu Ehrenbürgern ernannt. Zwei dieser engagierten Personen leben noch. Anton Seitz und Erwin Seitz finden sich jetzt neben den anderen großen Namen auf einer neuen Ehrenbürgertafel im Deutschordensschloss wieder.

Der Blick fällt direkt auf den neuen Rahmen, wenn man die Tür zur Verwaltung im zweiten Stock betritt. An dieser Stelle hing auch bisher eine Tafel. Die war jedoch unvollständig und sehr schlicht. Sie war „den Ehrenbürgern nicht würdig”, fand Bürgermeister Michael Dörr. Das war für ihn der Antrieb, etwas Neues zu schaffen. Den Holzrahmen aus der Gründerzeit fand Dörr auf der Onlineplattform Kleinanzeigen. Ursprünglich sei es ein Spiegel gewesen, erzählt er. So weit – so einfach.

Die kniffligere Aufgabe war es dann, passende Fotos zu den Personen zu finden. Da kam Stadtarchivar Oskar Geidner ins Spiel. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Stadtgeschichte. Vor rund zehn Jahren tauchte die schmuckvolle Ehrenbürger-Urkunde von Eduard von Riedel auf, dem die Stadt das Wolframs-Denkmal am Marktplatz zu verdanken hat. Das war für Geidner der Anstoß, sich näher mit den Ehrenbürgern auseinanderzusetzen.

Schwarz-Weiß-Aufnahmen von acht Personen

Geidner kümmerte sich gemeinsam mit Heidi Denzinger von der Stadtverwaltung um die Gestaltung der Tafel. „Es hat Spaß gemacht, mitzuwirken”, erzählt Denzinger. Besonders die Qualität der alten Fotos sei aber eine Herausforderung gewesen.

Letztlich ist es aber gelungen, von fast allen ein Porträt zu bekommen. Zu sehen sind: Eduard von Riedel (Ehrenbürger seit 1864), Prof. Dr. Hyacinth Holland (1864), Pfarrer Willibald Müller (1913), Dr. Dr. Johann Baptist Kurz (1932), Dr. August Koch (1974), Dekan Josef Maget (2001) sowie die beiden noch lebenden Ehrenbürger Anton Seitz und Erwin Seitz. Von Pfarrer Georg Lehner (1888) und von Konrad Mitterer (1904) gibt es kein Bild.

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Alle Fotos sind in Schwarz und Weiß gehalten. So sieht es einheitlich aus. Die Glaserei Dengler aus Windsbach bereitete den Rahmen auf und fertigte die Ehrenbürgertafel an. Rund 1000 Euro kostete alles zusammen, so Dörr. Jetzt können also alle Bürgerinnen, Bürger und Gäste die Ehrenbürger bei einem Besuch im Deutschordensschloss ansehen.

Altbürgermeister Anton Seitz und Seniorenbeauftragter Erwin Seitz gehören zu dieser „illustren Runde”, wie Dörr sagt. Die beiden noch lebenden Ehrenbürger sind stolz, auf der Tafel aufzutauchen. Schließlich landen sie damit in einer Auflistung mit Dr. Dr. Johann Baptist Kurz, der die Umbenennung der Stadt von Obereschenbach in Wolframs-Eschenbach angestoßen hat.

„Die bisherigen Ehrenbürger bestimmen den Wert der Auszeichnung”, sagt Anton Seitz anerkennend. Erwin Seitz stimmt ein, während sein Blick zur Tafel wandert: „Es ist eine Ehre, wenn man zu dieser Galerie dazugehört.” Anton Seitz (79) wurde 2017 zum Ehrenbürger ernannt. Erwin Seitz (77) – die beiden sind nicht verwandt oder verschwägert – ist seit zwei Jahren Ehrenbürger der Stadt. Beide engagierten sich viele Jahrzehnte lang in der Politik, der Kirche und in zahlreichen Vereinen.

Was passiert, wenn die Stadt einen neuen Ehrenbürger oder eine erste Ehrenbürgerin ernennt? „Dann muss vielleicht ein neues Bild her”, antwortet Dörr. Er zeigt dabei auf die Wand gegenüber, an der sicher noch ein paar Personen Platz hätten.


Antonia Müller
Antonia Müller
Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach
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