Was tun, wenn die Biotonne stinkt? Landratsamt Ansbach gibt Tipps | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.07.2026 10:15

Was tun, wenn die Biotonne stinkt? Landratsamt Ansbach gibt Tipps

Der Deckel der Biotonne sollte immer geschlossen sein. Zudem eignet sich unter anderem Zeitungspapier in Maßen als geruchshemmende „Zugabe“. (Foto: Landratsamt Ansbach/Josephine Georgi)
Der Deckel der Biotonne sollte immer geschlossen sein. Zudem eignet sich unter anderem Zeitungspapier in Maßen als geruchshemmende „Zugabe“. (Foto: Landratsamt Ansbach/Josephine Georgi)
Der Deckel der Biotonne sollte immer geschlossen sein. Zudem eignet sich unter anderem Zeitungspapier in Maßen als geruchshemmende „Zugabe“. (Foto: Landratsamt Ansbach/Josephine Georgi)

Mit steigenden Temperaturen nimmt auch die Geruchsentwicklung in Bioabfallbehältern zu. Denn bei sommerlicher Wärme beginnt der Abbau organischer Materialien bereits in der Biotonne und nicht erst in der Kompostieranlage. Die dabei entstehenden Gase ziehen vermehrt Fliegen an, die ihre Eier im Abfall ablegen. Was kann man dagegen tun?

Wer einfache Grundregeln befolgt, kann unangenehme Gerüche und weitere Begleiterscheinungen wirksam vermeiden, schreibt das Landratsamt Ansbach in einer Pressemitteilung. Die Biotonne sollte demnach möglichst im Freien an einem schattigen und kühlen Standort aufgestellt werden. Hohe Temperaturen fördern die Zersetzungsprozesse und begünstigen dadurch sowohl die Geruchsentwicklung als auch die Bildung von Maden. Empfehlenswert sei es, den Boden des Behälters mit zusammengeknülltem Zeitungspapier, Eierkartons oder Pappe auszulegen.

Zudem sollten Bioabfälle in Papier wie Bäckertüten, Zeitungspapier oder Zellstoff-Küchentücher eingewickelt werden. Das Papier nimmt die Feuchtigkeit der Küchenabfälle auf und reduziert die Bildung von Sickerwasser. Gleichzeitig wird verhindert, dass Fliegen direkten Kontakt zu den Abfällen haben und dort ihre Eier ablegen, aus denen sich später Maden entwickeln können. Sowohl die Biotonne als auch Sammelgefäße in der Küche sollten daher stets geschlossen gehalten werden.

Kein Bioplastik in die Biotonne

Nicht verwendet werden dürfen laut dem Landratsamt Tüten aus Bioplastik. Diese zersetzen sich deutlich langsamer als gewöhnlicher Bioabfall. In der Folge müssen die Tüten in den Kompostierungsanlagen mit erheblichem Aufwand aussortiert werden.

Sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Fliegenmaden auftreten, könne die Zugabe von etwas Gesteinsmehl oder gelöschtem Kalk hilfreich sein. Beide Produkte sind im Gartenfachhandel erhältlich. Eine weitere Möglichkeit bietet ein spezieller Biofilterdeckel für die Biotonne. Der darin enthaltene Filter nutzt Mikroorganismen, die Schad- und Geruchsstoffe in geruchsfreie und unschädliche Substanzen wie Kohlenstoffdioxid und Wasser umwandeln. Zusätzlich verhindert eine Abdichtung das Eindringen von Ungeziefer.

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Biofilterdeckel können ausschließlich über die Abfallwirtschaft des Landkreises Ansbach erworben und von einer eigens beauftragten Fachfirma montiert werden, da die Behälter Eigentum des Landkreises sind. Lediglich der nachgerüstete Biofilterdeckel geht mit dem Kauf in das Eigentum des Vertragsnehmers über. Für Kauf und Montage eines Biofilterdeckels fallen bei einer 80-Liter-Tonne Kosten von rund 32 Euro und bei einer 240-Liter-Tonne von rund 35 Euro an. Hinzu kommt eine Änderungsdienstgebühr in Höhe von 18 Euro.

Bestellungen sind per E-Mail an abrechnung@landratsamt-ansbach.de möglich.
Weitere Informationen und Themen rund um die Abfallwirtschaft unter www.landkreis-ansbach.de/Abfallentsorgung

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