Vorfreude in der Ansbacher Karolinenschule: Der Pausenhof wird grüner | FLZ.de

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Veröffentlicht am 24.09.2025 16:28

Vorfreude in der Ansbacher Karolinenschule: Der Pausenhof wird grüner

Seine beste Zeit hat der Pausenhof der Karolinenschule hinter sich. Jetzt soll die Fläche modernisiert werden soll. (Foto: Florian Schwab)
Seine beste Zeit hat der Pausenhof der Karolinenschule hinter sich. Jetzt soll die Fläche modernisiert werden soll. (Foto: Florian Schwab)
Seine beste Zeit hat der Pausenhof der Karolinenschule hinter sich. Jetzt soll die Fläche modernisiert werden soll. (Foto: Florian Schwab)

Die besten Zeiten hat der Pausenhof der Ansbacher Karolinenschule längst hinter sich. Das soll sich jetzt ändern. Der Bauausschuss hat dem Stadtrat einstimmig empfohlen, das Areal neu zu gestalten. Die Schülerinnen und Schüler dürfen sich auf neue Spielgeräte und mehr Grün freuen.

Die Einschätzung der Verwaltung zu dem Pausenhof ist eindeutig: Die rund 1440 Quadratmeter große Fläche ist in ihrer Qualität „sehr defizitär”, wie Baureferent Jochen Büschl in der Sitzung des Bauausschusses sagte. Ein Kombispielgerät musste bereits 2022 abgebaut werden, Bodenmalereien für verschiedene Spiele sind nicht mehr gut zu erkennen und die Verankerungen von Metallbänken ist defekt. Hinzu kommt laut dem Baureferenten, dass man mit Blick auf den Pausenhof einige Zeit die Handbremse angezogen hatte. Sprich: Es wird Zeit, dass das Areal modernisiert wird.

Hinzu kommt, dass die Fläche mehr als nur ein Pausenhof ist. Außerhalb der Schulöffnungszeiten hat die Fläche auch eine wichtige Sozialfunktion in dem dicht bebauten Innenstadtquartier. Diese Doppelnutzung von Pausenhof und Quartiersspielplatz beziehungsweise Aufenthaltsbereich ist wichtig, um Mittel aus der Städtebauförderung zu bekommen. Büschl zufolge steht eine Förderquote von 60 Prozent im Raum.

Platz zum Klettern und Balancieren

Gleichwohl ist die Neugestaltung etwas knifflig, wie Oberbürgermeister Thomas Deffner (CSU) betonte. Denn der Pausenhof befindet sich auf dem Dach der Sparkassen-Tiefgarage. Aus statischer Sicht muss also genau überlegt werden, an welchen Stellen gewisse Vorhaben umgesetzt werden sollen.

Unterstützt wird die Stadt bei dem Projekt vom Nürnberger Büro Riede Landschaftsarchitektur. Inhaber Norman Riede sprach bei der Vorstellung der Planungen von einer reizvollen Aufgabe. Vorgesehen ist, dass der komplette Untergrund, der derzeit aus Asphalt und einem Hartplatzboden besteht, durch wasserdurchlässige Pflastersteine ersetzt wird.

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Als zentrales Spielgerät kommt eine Kletterkombination zum Einsatz, das mit dem Gerät im Stadtgraben vergleichbar ist. Hinzu kommen ein Balancier-Parcours und ein Trampolin. Erneuert werden auch die vorhandenen Bänke und der Busunterstand. Für mehr Grün auf dem Pausenhof, beispielsweise in Form von Bäumen, sollen Hochbeete aufgestellt werden.

Im Sommer soll es losgehen

Nach einer aktuellen Kostenschätzung wird für die Neugestaltung eine Gesamtsumme von rund 594.500 Euro fällig. Läuft alles nach Plan, soll das Vorhaben im Sommer 2026 umgesetzt werden.

Die Stadträtinnen und Stadträte zeigten sich durchaus angetan von der vorgestellten Planung. Gerhard Sauerhammer (CSU) regte an, eine Tröpfchenbewässerung für die Bepflanzung in den Hochbeeten zu realisieren beziehungsweise zumindest zu prüfen. Im Vergleich zum klassischen Gießen spare dies Personal und Wasser, begründete er seinen Vorstoß.

Planer und Verwaltung äußerten sich allerdings zurückhaltend. Das sei aufwendig, meinte etwa Riede. Ein solches System habe man für die Hecke auf der Promenade verbaut, berichtete Büschl. „Das ist sehr anfällig.” Laut Oberbürgermeister Deffner darf auch nicht vergessen werden, dass in Ansbach üblicherweise mit Brauchwasser gegossen wird. Bei der Tröpfchenbewässerung kommt indes Trinkwasser zum Einsatz.

Als im Grunde sehr positiv bezeichnete Oliver Rühl (Grüne) das Vorhaben. Er wollte aber wissen, was mit der Abdichtung der Tiefgarage ist. Seine Befürchtung: Die Stadt investiert jetzt über eine halbe Million Euro in den Umbau, und in naher Zukunft muss wieder aufgerissen werden, um Arbeiten an der Tiefgaragen-Decke durchführen zu kommen. Laut Baureferent Büschl besteht dazu derzeit kein Bedarf.

Standort der Schule ist offen

Die Investition erfolgt auch unabhängig von der Frage, was mit der Karolinenschule in der Zukunft passiert. Da der Raumbedarf mit Blick auf die Ganztagsbetreuung am bestehenden Standort schlicht nicht zu decken ist, hat die Verwaltung den Auftrag, bis Mitte 2026 nach einem alternativen Standort zu suchen.

Die Empfehlung an den Stadtrat fiel letzten Endes deutlich aus: Einstimmig hat das Gremium beschlossen, die große Variante auf dem Grundstück umsetzen zu wollen. Zusätzlich soll geprüft werden, ob im Zuge der Modernisierung auch eine Tröpfchenbewässerung umsetzbar ist.


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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