Veterinäramt Ansbach holt Katzen aus Verwahrlosung: Wer kann sie aufnehmen? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 30.01.2026 13:04

Veterinäramt Ansbach holt Katzen aus Verwahrlosung: Wer kann sie aufnehmen?

Neun Katzen wie diese suchen ein neues Zuhause. Sie wurden vom Veterinäramt aus einer verwahrlosten Wohnung gerettet. (Foto: Veterinäramt Ansbach/Jan Glöckel)
Neun Katzen wie diese suchen ein neues Zuhause. Sie wurden vom Veterinäramt aus einer verwahrlosten Wohnung gerettet. (Foto: Veterinäramt Ansbach/Jan Glöckel)
Neun Katzen wie diese suchen ein neues Zuhause. Sie wurden vom Veterinäramt aus einer verwahrlosten Wohnung gerettet. (Foto: Veterinäramt Ansbach/Jan Glöckel)

Wie aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes Ansbach hervorgeht, hat das Veterinäramt neun Katzen aus einer „stark verwahrlosten Wohnungshaltung” entnehmen müssen. Die Tiere sind nun im Tierheim Gunzenhausen untergebracht.

Zwei Katzen waren abgemagert, heißt es, und alle Tiere hatten „massiv Flöhe”. Die Katzen wurden kastriert, behandelt und entwurmt.

Das Veterinäramt rät: Wer im Bekanntenkreis oder auch bei sich selbst Anzeichen für ein krankhaftes Horten von Tieren („Animal Hoarding”) entdeckt, sollte handeln, bevor es zu schweren Schmerzen, Schäden oder Leiden kommt – bei den Tieren, wie auch bei den Halterinnen oder Haltern.

Katzen aus unkontrollierter Vermehrung sind häufig krank und verwahrlost. Ihre Behandlung kostet die Tierschutzeinrichtungen viel Geld und Zeit.  (Foto: Tierschutzverein Feuchtwangen)
Katzen aus unkontrollierter Vermehrung sind häufig krank und verwahrlost. Ihre Behandlung kostet die Tierschutzeinrichtungen viel Geld und Zeit.  (Foto: Tierschutzverein Feuchtwangen)

Kreis Ansbach: Tierschutzverbände fordern Katzenschutzverordnung trotz Widerstand

Tierschutzverbände fordern dazu auf, Lösungen für den Umgang mit verwilderten Katzen zu finden. Für einen Erlass fehlen laut Landratsamt die Voraussetzungen.

Denn auch die – meist überforderte – hortende Person selbst hat schwere Nachteile durch ihr Handeln, schreibt das Landratsamt. Das können hohe Tierarztkosten sein, Beeinträchtigungen der Wohnung, Parasiten und anderes.

Katzen sollten auch immer kastriert werden. Durch unkontrollierte Fortpflanzung potenziert sich ein Haltungsproblem sonst in kürzester Zeit. Kastrierte Katzen seien häuslicher und grundsätzlich mit anderen Katzen besser verträglich.

Das Tierheim Gunzenhausen sucht nun ein neues Zuhause, in dem die Katzen jeweils dauerhaft bleiben können. Wer interessiert ist, kann sich direkt ans Tierheim wenden. Es ist erreichbar unter 09831/88910 oder per Mail an info@tierheim-gunzenhausen.de


Anna Beigel
Anna Beigel
Redakteurin für Westmittelfranken und Landkreis Ansbach
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