Die Stichwahlen in der Region blieben bis zum späten Nachmittag ohne besondere Vorkommnisse. Bürgerinnen und Bürger konnten einen sonnigen Spaziergang mit der Abstimmung verbinden.
Keine Auffälligkeiten vermeldeten am späten Nachmittag die Wahlleiter in Ansbach, Neustadt und Rothenburg. Dies sind die drei größten Kommunen im westlichen Mittelfranken, in denen erst in der zweiten Runde die Entscheidung über das Amt an der Stadtspitze fällt. Besondere Aufmerksamkeit fand der Wahlkampf in Uffenheim, in dem es zu mehreren ungewöhnlichen Vorgängen kam.
In Ansbach zeichnete sich eine niedrigere Wahlbeteiligung ab. Um 16 Uhr lagen Wahlleiter Georg Meinicke Zahlen zwischen neun und 13 Prozent aus den Wahllokalen vor. Darin sind nicht diejenigen enthalten, die lieber zu Hause ihr Kreuzchen machten. Der Anteil bei der Briefwahl ist in Ansbach mit rund einem Drittel aller Wahlberechtigten hoch.
Noch höher ist in Rothenburg die Zahl derjenigen, die es nicht auf den Wahlsonntag ankommen lassen wollen. Er liegt in der Tauberstadt bei rund 60 Prozent, sagte am Nachmittag Roland Pfaffelhuber, der stellvertetende Wahlleiter. An den Urnen wurde ihm bis 16 Uhr ein leichter Rückgang bei der Wahlbeteiligung gemeldet.
In Neustadt entwickelte sich die Beteiligung ähnlich wie in der ersten Runde. „Nach unserem Eindruck liegen wir in etwa auf dem Niveau wie vor zwei Wochen”, sagte Wahlleiter Thomas Kursawe um 17 Uhr. An der Aisch ist der Anteil der Briefwähler bei rund 43 Prozent. Ausgezählt werden müssen 14 Urnen- und zwölf Briefwahllokale.
Mit den Worten „völlig unkompliziert” fasste Ivonne Geißdörfer, Geschäftsstellenleiterin in Uffenheim, den Verlauf kurz vor der Schließung der Wahllokale zusammen. Es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben, alles sei ruhig verlaufen. In Uffenheim hatten zuletzt ein von seinem Besitzer angezündetes Autound die Schmähschrift eines früheren Stadtbaumeisters für Aufsehen gesorgt.
Stichwahlen finden im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim außerdem statt in Ippesheim und Markt Nordheim.
Im Landkreis Ansbach fallen Entscheidungen auch in Arberg, Heilsbronn, Lichtenau, Wassertrüdingen und Oberdachstetten.
Mit Spannung erwartet wird zudem der Kampf um den Landratsposten im Landkreis Ansbach.