Im Alltag möglichst auf das Auto verzichten: Dieses Ziel verfolgt die bundesweite Aktion „Stadtradeln”. Ansbach beteiligte sich in diesem Jahr zwischen dem 23. Juni und 13. Juli bereits zum 18. Mal daran – mit Erfolg. 620 Teilnehmer radelten insgesamt 135.797 Kilometer.
Mit den gesammelten Kilometern haben die Teilnehmer, die sich in 43 Teams aufteilten, etwa 22 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart, wie Oberbürgermeister Thomas Deffner im Rahmen der Siegerehrung auf dem Martin-Luther-Platz sagte. Mit der 18. Teilnahme an der Aktion sei die Stadt volljährig geworden, meinte er mit einem Augenzwinkern und hob damit die Kontinuität hervor.
Deffner, der selbst bekennender Radfahrer ist, machte deutlich, dass Ansbach eine Stadt der kurzen Wege ist. Deshalb „eignet sich das Fahrrad hier hervorragend als Verkehrsmittel”. Er unterstrich zudem, dass die Teilnehmer alle Sieger seien – für die Gesundheit und für das Klima.
Es gehe darum, die Menschen für das Fahrradfahren zu begeistern, machte Michael Surwoka, Direktor der AOK in Mittelfranken, deutlich. Die Gesundheitskasse trat in diesem Jahr erstmals als Kooperationspartner beim Stadtradeln auf. „Die Gesundheit und die Prävention sind Herzensangelegenheiten für uns”, so Surwoka weiter. Das Fahrrad „ist eine gute und einfache Möglichkeit, mehr Bewegung in den Alltag der Menschen zu bekommen”.
Gemeinsam ehrten der OB und der AOK-Direktor auch die Sieger. Das aktivste Team war das Team „Zusammen”. Jedes Mitglied kam auf 841,1 Kilometer. Die Mannschaft „Sonnenblume” stellte mit 12.528,4 Kilometern die Partei mit der größten zurückgelegten Strecke. Bei den Unternehmen setzte sich „Kummich mitm Rad” durch (2837,1 Kilometer). Der Ansbacher Ableger des Christlichen Vereins junger Menschen (CVJM) hatte derweil die Nase bei den Vereinen vorne. Hier kamen 13.477 Kilometer zusammen.
Neu war bei dieser Auflage eine Kategorie für Schulen. Als Premierensieger nahm das Gymnasium Carolinum den Wanderpokal mit nach Hause. Die Kinder, Jugendlichen und Lehrkräfte sammelten insgesamt 11.468,6 Kilometer. Gesucht wurden auch wieder die Stadtradel-Stars. Diese Teilnehmer haben im Aktionszeitraum wirklich jeden Weg mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Personennahverkehr zurückgelegt. Pfarrerin Dörte Knoch erreichte in dieser Wertung den dritten Rang (207 Kilometer). Vor ihr landeten Martin Berberich (364 Kilometer) und Grünen-Stadtrat Dr. Bernhard Schmid (401,9 Kilometer).