„Hurra, hurra, die Schule brennt”, hatte in den 1980er Jahren die Band „Extrabreit” geschmettert. Der Ernstfall ist da bedeutend weniger witzig. Einen Feuerwehreinsatz hatte es am Montagnachmittag auch in der Grundschule „Neues Schloss” in Neustadt/Aisch gegeben. Doch es konnte schnell Entwarnung gegeben werden.
Aufregung am späten Nachmittag gegen 17.10 Uhr in Neustadt: Durch die Straßen der Innenstadt hallten einige Martinshörner. Der Einsatzort: die Grundschule „Neues Schloss”. Eine Rauchentwicklung auf einer Toilette war gemeldet und bestätigte sich beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte auch, wie die Neustädter Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion informierte. Am Klorollenhalter habe es geschmort.
Wie Kreisfeuerwehrsprecher Rainer Weiskirchen auf Nachfrage ergänzte, habe ein „Papierhaufen” gebrannt. Dieser sei durch Kräfte der Neustädter Feuerwehr, die mit mehreren Fahrzeugen vor Ort war, abgelöscht und ins Freie bugsiert worden. Danach wurde das Gebäude unter Atemschutz auf mögliche weitere Brandherde erkundet. Ergebnis: negativ.
So wurde die Schule einmal durchgelüftet. Gegen 18 Uhr konnten die ersten Einheiten laut Weiskirchen wieder einrücken. Die Polizei-Bilanz des Einsatzes fällt erfreulich aus: kein wirklicher Schaden und keine Verletzten. Ein dummer Jungenstreich? Die Ursache ist bislang noch unklar. Schülerinnen und Schüler befanden sich zu dem Zeitpunkt nicht mehr im Gebäude, Putzkräfte und Schulpersonal flüchteten selbst ins Freie.
Und keine Sorge: Die Kinder können am Dienstag wieder ganz normal in die Grundschule „Neues Schloss” gehen. Der Einsatz hat keinerlei Auswirkungen auf den Unterrichtsbetrieb.