„Verdächtige Knallgeräusche” haben am Freitag in Bad Windsheim einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. Das berichtet das Polizeipräsidium Mittelfranken auf Nachfrage.
Wie Sprecher Christian Seiler mitteilt, hatten Passanten gegen 10.30 Uhr mehrere Knalllaute im Bereich des Kurparks wahrgenommen. Auch beobachteten sie zwei Männer, von denen einer mit einem Gegenstand - möglicherweise einer Schusswaffe - hantierte. Die Polizei rückte mit zahlreichen Beamten an, darunter waren auch Spezialeinsatzkräfte. Ein Hubschrauber kreiste zeitweise über der Stadt.
Die Polizisten suchten den Kurpark und umliegende Straßen ab, fanden aber keine Spuren, die auf einen Schuss schließen ließen. Auch Waffen seien nicht gefunden worden, sagt Seiler. Entsprechend gebe es weiterhin keine Anhaltspunkte, „welche Geräusche das waren”. Neben Schüssen wären etwa auch Böller oder andere Geräuschquellen möglich. Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht, betont Seiler.
Im Laufe des Einsatzes nahm die Polizei im Kurpark einen 19-Jährigen in Gewahrsam, dessen Aussehen auf die Beschreibung der Zeugen passte. Die Inspektion Bad Windsheim ermittelt nun weiter, ob es sich bei den Geräuschen um Schüsse gehandelt hat und ob der 19-Jährige damit in Verbindung steht.
Erst Anfang April hatten Schüsse am Bahnhof in Bad Windsheim zeitweise für Verunsicherung gesorgt. Dort war mutmaßlich ein Autokauf völlig aus dem Ruder geraten. Die Polizei schoss in der Folge auf einen 31-Jährigen.