Neuer Anlauf für Wohnungen auf dem Brauereigelände in Dinkelsbühl | FLZ.de

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Veröffentlicht am 14.11.2025 07:00

Neuer Anlauf für Wohnungen auf dem Brauereigelände in Dinkelsbühl

Seit vielen Jahren wird versucht, auf dem Areal der ehemaligen Brauerei eine Wohnbebauung zu realisieren. Zwei Anläufe sind bereits gescheitert. Nun haben die Projektträger die Planung nochmals überarbeitet.  (Foto: Martina Haas)
Seit vielen Jahren wird versucht, auf dem Areal der ehemaligen Brauerei eine Wohnbebauung zu realisieren. Zwei Anläufe sind bereits gescheitert. Nun haben die Projektträger die Planung nochmals überarbeitet. (Foto: Martina Haas)
Seit vielen Jahren wird versucht, auf dem Areal der ehemaligen Brauerei eine Wohnbebauung zu realisieren. Zwei Anläufe sind bereits gescheitert. Nun haben die Projektträger die Planung nochmals überarbeitet. (Foto: Martina Haas)

Zwei Versuche sind bereits gescheitert. Jetzt nehmen die Projektträger, die auf dem ehemaligen Brauereigelände in Dinkelsbühl eine Wohnbebauung realisieren wollen, einen weiteren Anlauf. Im Bauausschuss wurde das Vorhaben vorgestellt. Deutlich wurde dabei, wie groß der finanzielle Druck durch die aufgelaufenen Kosten mittlerweile ist.

Dem Gremium lag ein Tekturantrag vor. Danach sind auf dem Areal im spitzen Winkel zwischen der B25-Ortsdurchfahrt und der Bechhofener Straße statt eines Gesamtkomplexes nunmehr vier getrennte Mehrfamilienhäuser geplant, die Zug um Zug gebaut werden sollen. Die Planung erläuterte Patrick Bosch, Mitgesellschafter und Geschäftsführer der MSG (früher SüBau). Man habe sich aus Kostengründen verschlankt, informierte er zu den Strukturen auf Gesellschaftsebene und berichtete von enormen Kosten, die zunächst privatwirtschaftlich finanziert würden. Zahlen nannte Bosch aber nicht.

Insgesamt 112 Wohneinheiten

Die geänderte Planung sieht insgesamt 112 Wohneinheiten bei einer weiterhin viergeschossigen Bebauung vor. Die einzelnen Apartments sind zwischen 37 und 68 Quadratmeter groß. Sollte sich beim Verkauf der entsprechende Bedarf ergeben, so könnten aus zwei kleinen Wohnungen auch größere Einheiten gebildet werden. In einem ersten Abschnitt sollen zunächst die ersten beiden Gebäude angepackt werden. Als nächste Schritte nannte Bosch die Eingabeplanung und Genehmigung des Projekts. Mitte 2026 soll es dann mit der Errichtung des ersten Hauses losgehen.

Einen Beschluss fasste der Ausschuss nicht. Denn es gab erhebliche Bedenken wegen des Stellplatzschlüssels von 1:1. Das würde eine Anzahl von 112 Parkplätzen in Tief- und Einstellgaragen bedeuten. Dies waren Paul Beitzer (SPD) und Wilfried Lehr (Wählergruppe Land) zu wenig Parkplätze. Lehr befürchtete, dass Pkw teilweise in angrenzenden Straßenzügen abgestellt würden, was dort für Unmut bei den Anwohnern sorgen werde. Nach langer Diskussion kristallisierte sich ein Schlüssel von 1:1,2 heraus, mit dem die Projektträger jetzt weiterplanen sollen.

Grünflächen vermisst

Alexander Bromberger (Grüne) bezweifelte, ob es einen Bedarf an so vielen Singlewohnungen gebe, wie in der Planung dargestellt. Bosch verwies auf die Möglichkeit, größere Einheiten zu bilden. Bromberger vermisste außerdem Grünflächen für Begegnung und Spielen. Klaus Huber (CSU) konnte sich mit dem überarbeiteten Konzept durchaus anfreunden, regte aber an, bei der Optik nochmals nachzubessern. Alexander Wendel (Freie Wähler) erinnerte an eine frühere Festlegung des Ausschusses, wonach bei der Gestaltung der Anlage der Charakter des ehemaligen Sudhauses berücksichtigt werden sollte.

Zu Beginn des Tagesordnungspunktes hatte OB Dr. Christoph Hammer an die mittlerweile lange Geschichte des Projektes erinnert. Ein Wegbrechen der gewünschten KfW-Förderung hatte vor einigen Jahren die Finanzierung der zunächst geplanten Wohnanlage scheitern lassen. Ein zweiter Anlauf sah sozial geförderten Wohnungsbau vor. Dabei sollte die Anlage schlüsselfertig erstellt und an die BayernHeim übergeben werden. Doch auch dazu kam es nicht, weil Förderungen nicht geflossen sind, mit denen die Projektträger kalkuliert hatten.

Bromberger wollte von Bosch wissen, wie das weitere Vorgehen wäre, wenn sich eine Wohnbebauung auf der Fläche nicht umsetzen lasse. Worst Case wäre, so Bosch, eine Insolvenz.

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