Am 23. Juni hatte sich auf der Strecke zwischen Gutenstetten und Münchsteinach ein Unfall mit zwei Toten ereignet. Das Staatliche Bauamt Ansbach hatte daraufhin bauliche Konsequenzen angekündigt. In einem ersten Schritt wurden nun als Sofortmaßnahme große Schilder aufgestellt. Die Aufschrift: „Unfallstrecke“.
Darunter schlingert ein Auto auf roten Linien. Eines ist klar: Diese Warnung für die unfallträchtige Kurve am Gutenstettener Damm ist unübersehbar. „Das ist auch so gewollt“, betont Frank Biedermann, Vertreter des Staatlichen Bauamts in Ansbach. Am Freitag hatten Mitarbeiter des Straßenbauamts die beiden Exemplare aufgestellt.
Aber dabei bleibt es nicht: Wie Biedermann erklärt, wird es auch eine bauliche Maßnahme geben, die Kurve soll entschärft werden. Denn in den vergangenen Jahren hatten sich dort immer wieder schwere Unfälle ereignet. Zuerst war mit Richtungstafeln und einer Tempobegrenzung reagiert worden. In der Folge wurde die Situation besser – bis zum jüngsten Zwischenfall mit gleich zwei getöteten Jugendlichen.
Daraufhin hatte es eine Verkehrsschau gegeben, eine bauliche Veränderung wurde beschlossen. Für die Kurvenentschärfung kommen laut Biedermann zwei Varianten infrage, die geprüft werden müssen. Dafür laufen derzeit die Vorarbeiten, wie er auf Nachfrage unserer Zeitung erläutert. Eine Bestandsaufnahme ist nötig, hierfür wird es auch Drohnenbefliegungen geben. „Das haben wir schnell in die Wege geleitet“, sagt Biedermann.
Sobald die Grundlagen vorliegen, werden beide Varianten „mal reingelegt“ und nach der besseren Option gesucht. Wann Baubeginn ist, kann Biedermann noch nicht sagen, weil die Zeitschiene entscheidend von der dann gewählten Ausführung abhängt.