„Mit Leib und Seele Ansbacher”: Ingo Hayduk feiert 85. Geburtstag | FLZ.de

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Veröffentlicht am 24.05.2025 07:00

„Mit Leib und Seele Ansbacher”: Ingo Hayduk feiert 85. Geburtstag

Der Geburtstag lässt Ingo Hayduk zurückblicken. 1951 kam er in die Stadt, erst als Gymnasiast ins Protestantische Alumneum. (Foto: Oliver Herbst)
Der Geburtstag lässt Ingo Hayduk zurückblicken. 1951 kam er in die Stadt, erst als Gymnasiast ins Protestantische Alumneum. (Foto: Oliver Herbst)
Der Geburtstag lässt Ingo Hayduk zurückblicken. 1951 kam er in die Stadt, erst als Gymnasiast ins Protestantische Alumneum. (Foto: Oliver Herbst)

In Ansbach ist Ingo Hayduk ein bekanntes Gesicht. Sowohl in der Justiz als auch in der Kommunalpolitik und im Sport machte er sich einen Namen. Am Samstag, 24. Mai, feiert der frühere Präsident des Landgerichts seinen 85. Geburtstag. Ein Leitspruch begleitete den Jubilar in den einzelnen Facetten seines Lebens.

Geboren wurde Ingo Hayduk noch in Gleiwitz in Oberschlesien. Sein Vater war damals Luftwaffenhelfer, und die übrige Familie flüchtete Richtung Westen. In Marienbad beging der Junge seinen fünften Geburtstag. Er kann sich noch an das Strohlager und den kleinen Pferdewagen erinnern, der zu diesem Anlass sein Geschenk war.

Mit seinen Eltern und den zwei Schwestern wuchs er nach dem Krieg in Arberg (damals Landkreis Feuchtwangen) auf. Sein Vater war Oberlehrer. 1951 wechselte der junge Ingo ans Gymnasium Carolinum nach Ansbach. „Als guter Katholik“, wie er lächelnd bemerkt, zog er erst ins Protestantische Alumneum.

In Musik und Sport breit aufgestellt

Nach einem Jahr war die Familie wieder vereint. Den Vater hatte man an die Regierung von Mittelfranken in der Stadt versetzt. „Seit 1952 bin ich also mit Leib und Seele Ansbacher“, macht Ingo Hayduk deutlich. Die Musik nimmt in seinem Leben eine bedeutende Rolle ein. Er spielte Cello, Gitarre, Klavier, Flöte und Mundharmonika.

Auch im Sport breit aufgestellt, war er in Basketball, Fußball, Handball, Volleyball, Tennis und Skilaufen aktiv. Heute spielt er Golf. 1962 bis 1971 wirkte er als Gründer und Leiter der Sportabteilung im Verein ehemaliger Schüler und Freunde des Gymnasium Carolinum (VEG). Im TSV 1860 Ansbach war der heutige Ehrenpräsident Spieler, Trainer und Präsident (1982 bis 2010), nachdem er vorher Vize gewesen war.

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Von 1978 an saß er 40 Jahre dem Stadtverband für Sport vor, dessen Ehrenvorsitzender er ebenfalls ist. Von 1983 an engagierte sich der sportbegeisterte Ansbacher als Trainer der TSV-Basketballspieler in der zweiten Bundesliga.

Nach dem Abitur hatte Ingo Hayduk Sport und Germanistik für das Lehramt studieren wollen. „Mein Vater riet mir aber dringend ab, um es diplomatisch auszudrücken“, blickt er zurück. Er entschied sich für Jura in Würzburg.

Bis 2005 Präsident des Landgerichts

Nach erstem Staatsexamen, Referendariat und zweitem Examen begann er 1970 als Staatsanwalt und Richter bei der Justiz Ansbach. Von 1987 bis 1991 war er am Oberlandesgericht Nürnberg tätig, bevor er Direktor des Amtsgerichts Ansbach mit den Zweigstellen Dinkelsbühl und Rothenburg wurde.

Von 1997 bis 2005 vollendete der heute 85-Jährige seine Laufbahn als Präsident des Landgerichts Ansbach. Beide Töchter des verheirateten Familienvaters mit vier Enkelkindern wurden ebenfalls Juristinnen. „Freiwillig“, betont Ingo Hayduk. Seine Tochter Gaby Hofmeier ist inzwischen selbst Präsidentin des Landgerichts Ansbach.

Nicht nur im Beruf galt sein Leitspruch: „Mein Bestreben war immer, dass man miteinander reden kann, auch in schwierigen Situationen.“ Er wollte die Menschen als Menschen behandeln. Früher SPD-Mitglied, bewarb er sich 2002 als Parteiloser auf der CSU-Stadtratsliste. Als er sein Mandat errungen hatte, trat er der Partei bei. Er engagierte sich unter anderem im Klinikverwaltungsrat.

Ein wenig unglücklich bei der Klinikdebatte

Aus dem Stadtrat schied er 2020 aus. „Ich bin ein bisschen unglücklich, dass manche Dinge etwas hochgespielt werden“, legt er zur Diskussion um den Krankenhausverbund ANregiomed dar, „die Situation verlangt eben realistische Lösungen – was man machen kann und nicht, was man machen will.“

Viele weitere Funktionen zählten und zählen in 85 Lebensjahren zu seinem Lebenslauf: etwa als Moderator beim seinerzeit neuen Leitbild für die Beamten im Freistaat, als Lehrbeauftragter an der Hochschule Ansbach, im Kuratorium der Bachwoche, im Seniorenbeirat der Stadt, im Verein Schlaraffia Onoldia oder im Rotary Club Ansbach.

Im Ehrenamt setzt sich Ingo Hayduk ungebrochen für andere Menschen ein. Noch heute ist er Vorsitzender der Senioren-Union im Kreisverband Ansbach Stadt und stellvertretender Vorsitzender der Erwin-Fricke-Stiftung.

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