Metzgerei Sorg in Aurach wechselt Besitzer: Was ändert sich? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 03.01.2024 15:45, aktualisiert am 04.01.2024 12:08

Metzgerei Sorg in Aurach wechselt Besitzer: Was ändert sich?

Die Traditionsmetzgerei in Aurach ist in neuen Händen (von links): Manuel und Tobias Seitz haben sie von Maximilian Sorg übernommen. Der bisherige Inhaber unterstützt die Brüder noch bei der Einarbeitung. (Foto: Peter Zumach)
Die Traditionsmetzgerei in Aurach ist in neuen Händen (von links): Manuel und Tobias Seitz haben sie von Maximilian Sorg übernommen. Der bisherige Inhaber unterstützt die Brüder noch bei der Einarbeitung. (Foto: Peter Zumach)
Die Traditionsmetzgerei in Aurach ist in neuen Händen (von links): Manuel und Tobias Seitz haben sie von Maximilian Sorg übernommen. Der bisherige Inhaber unterstützt die Brüder noch bei der Einarbeitung. (Foto: Peter Zumach)

Die Metzgerei in Aurach ist in neuen Händen: Maximilian Sorg hat den Familienbetrieb an die Brüder Tobias und Manuel Seitz übergeben. Und wie die neuen Inhaber betonen, bleibt das bisherige Angebot der Fleischerei unverändert. Allerdings haben sie die Produktpalette erweitert.

Als Grund für die Abgabe seines Betriebs nennt Maximilian Sorg, dass sich die Nachfolge familienintern nicht habe regeln lassen: Seine fünf Kinder im Alter zwischen neun und 18 Jahren strebten andere Berufe an beziehungsweise seien „zu jung für diese Entscheidung“, so der 47-Jährige, der den seit 1670 bestehenden Traditionsbetrieb in der siebten Generation geführt hat. Wie er erzählt, ist er 2004 bei seinem Vater eingestiegen und hat die Metzgerei 2011 komplett übernommen.

Maximilian Sorg arbeitet als Metzger noch mit

Wenngleich die Brüder Seitz das Geschäft seit Anfang Dezember führen, arbeitet der bisherige Chef noch zwei Jahre lang mit: „Ich will nicht, dass meine Nachfolger an der glatten Wand stehen, und sie bei den fachlichen Betriebsabläufen unterstützen“, sagt der Metzgermeister. Denn: „Man muss sich da schon einarbeiten und alles kennenlernen.“

Für diese Hilfe zeigen sich wiederum die neuen Inhaber der Fleischerei, die jetzt „Metzgerei Sorg & Seitz Weidefleisch GmbH & Co. KG“ heißt, durchaus dankbar. Gleichwohl hat Tobias Seitz in dem Auracher Betrieb schon früher reichlich Erfahrung gesammelt: In der Metzgerei Sorg absolvierte er seine dreijährige Ausbildung und arbeitete anschließend ein Jahr lang als Geselle.

Danach begann er mit seinem Bruder Manuel, auf dem elterlichen Hof in Leutershausens Ortsteil Waizendorf Duroc-Schweine zu züchten. Nach sieben Jahren legte der heute 28-Jährige die Prüfung zum Fleischermeister ab und widmete sich fortan der Schlachtung und Verarbeitung der auf der Weide gehaltenen Tiere sowie der Direktvermarktung im eigens eingerichteten Hofladen.

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Tobias und Manuel Seitz begeistert über Angebot

Schließlich entschieden sich Tobias und Manuel Seitz – der 30-Jährige ist als gelernter Elektriker zwar Quereinsteiger, hat sich aber längst in Zucht, Weidehaltung und Metzgerei eingearbeitet – jedoch, eine eigene Fleischerei an einem günstigeren Standort zu gründen, um ihren Abnehmerkreis zu erweitern. Von diesem Bestreben erfuhr Maximilian Sorg per „Mundpropaganda“ und nahm Kontakt mit den Brüdern auf.

Und die waren von Sorgs Angebot begeistert, zumal sie damit keinen Betrieb neu aufbauen mussten und zugleich auf einen festen Kundenstamm setzen konnten. Auch die Lage der Metzgerei an der Staatsstraße nach Feuchtwangen in Aurachs Zentrum bezeichnen alle drei Fachleute als ideal.

Als weiteren Vorteil nennen die Brüder Seitz, dass Maximilian Sorg bis zuletzt vor Ort geschlachtet hat und sie die Räumlichkeiten dafür weiterhin nutzen können. Weil die Rinder und Schweine dazu – auch von den bisherigen Lieferanten ihres Vorgängers – aus einem Umkreis von maximal zehn Kilometern nach Aurach gebracht werden, seien die Transportwege kurz. Folglich stünden die Tiere kaum unter Stress, was sich positiv auf die Qualität des Fleisches auswirke.

Die Gewürzmischungen des Vorgängers

Darüber hinaus kennt Tobias Seitz schon aus seiner Lehrzeit die Produktionsweise des jetzt ehemaligen Metzgereibetreibers und hat auch dessen Gewürzmischungen bei der Verarbeitung übernommen. Denn am bisherigen Geschmack – zum Beispiel der Würste – soll sich, wie er und sein Bruder versprechen, auch in Zukunft nichts ändern.

Derweil ist die Verkaufstheke im Laden der Metzgerei etwas umgestaltet. Der Grund dafür ist, dass die neuen Inhaber die Erzeugnisse von ihren Duroc-Schweinen getrennt von den traditionellen Fleisch- und Wurstwaren offerieren.

Und nicht zuletzt planen die Brüder Seitz, die Angebote des Geschäfts weiter auszubauen. So wollen sie zum einen die Speisekarte für den Mittagstisch erweitern. Zum anderen planen sie, künftig auch ins Catering einzusteigen.

Im Übrigen haben die neuen Betreiber das Personal, das Maximilian Sorg in der Fleischerei bisher beschäftigt hatte, komplett übernommen. Somit bleiben die sechs Metzger und die sechs Verkäuferinnen sowie die Köchin und die Bürokraft weiterhin im Betrieb.

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