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Veröffentlicht am 03.08.2024 11:00

Mehr Lebensqualität mit einem Klima-Park in Feuchtwangen

Ein Teil der Fläche vom Fußweg zwischen dem Ulmenweg und der Straße Am Heiligenholz aus gesehen. Das Grundstück, das ein Klima-Park werden soll, reicht bis zu der Hecke im Hintergrund. (Foto: Peter Zumach)
Ein Teil der Fläche vom Fußweg zwischen dem Ulmenweg und der Straße Am Heiligenholz aus gesehen. Das Grundstück, das ein Klima-Park werden soll, reicht bis zu der Hecke im Hintergrund. (Foto: Peter Zumach)
Ein Teil der Fläche vom Fußweg zwischen dem Ulmenweg und der Straße Am Heiligenholz aus gesehen. Das Grundstück, das ein Klima-Park werden soll, reicht bis zu der Hecke im Hintergrund. (Foto: Peter Zumach)

Zunächst war ein Spielplatz auf der Brachfläche im Norden des Feuchtwanger Wohngebiets Fürstenruh im Gespräch gewesen. Doch inzwischen plant die Stadt, auf dem etwa 2000 Quadratmeter großen Areal einen Klima-Park anzulegen: Auf einmütigen Beschluss des Bau- und Verkehrsausschusses soll die Verwaltung nun einen Förderantrag dafür einreichen.

Konkret geht es um eine winkelförmige Wiese. Diese liegt zwischen dem Fußweg, der den Ulmenweg und die Straße Am Heiligenholz miteinander verbindet, sowie einer Hecke entlang der Staatsstraße 1066. Zudem verläuft das Areal hinter der Wohnbebauung ein Stück weiter in Richtung Westen.

Als Hintergrund für das geänderte Vorhaben wurde im Fachausschuss das Aktionsprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ genannt. Mit diesem förderten das Bundesministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und die Kreditanstalt für Wiederaufbau „Projekte auf möglichst großen öffentlichen, nicht wirtschaftlich genutzten Flächen“, hieß es. Damit sollten ein positiver Beitrag für den Klimaschutz und den Erhalt oder die Stärkung der biologischen Vielfalt geleistet und die Lebensqualität in den Kommunen erhöht werden.

Geld für Eigenleistung und Material erwartet

Das Konzept für die Gestaltung des Areals hat Bauhofleiter Werner Tippmann erarbeitet und seinen Planentwurf jetzt in der Sitzung vorgelegt. Wie er dabei sagte, deckt die dafür mögliche 90-Prozent-Förderung auch die Eigenleistungen der Bauhofmitarbeiter sowie das benötigte Material ab: „Wir können das mit unserem eigenen Werkzeug machen.“ Und: „Wir rechnen mit Kosten von 50.000 Euro.“

In dem Klima-Park stellt sich der Bauhofleiter „wassergebundene Wege“ vor, die in ihrer Ausführung denen am Kneipp-Bad entsprechen. Zudem enthält Tippmanns Plan Sitzgelegenheiten für Erholungsuchende sowie eine Feuchtmulde. Dazu will er mit seinem Team mehrere Rückzugsräume schaffen. Wie er nach der Sitzung sagte, denkt er da an Eidechsenhaufen oder von der Sonne beschienene Natursteinmauern.

Natürlich werde der Park bepflanzt, erklärte der Bauhofleiter und kündigte in der Sitzung angesichts des Klima-Themas an, zusätzlich auch Versuchsflächen für exotische Bäume anlegen zu wollen. Das könnten Feigen ebenso sein wie Bananen – auch mit dem Risiko, dass diese wieder „kaputt gehen“ und durch andere Gewächse ersetzt werden müssen. Doch so lasse sich „ausprobieren“, welche Pflanzen angesichts des Klimawandels hier künftig Bestand haben werden und welche sich nicht eignen. Tippmann: „An den Versuchsflächen wird immer wieder gebastelt.“

In der Diskussion würdigten Wolfgang Hauf („Wir“/Grüne) und Michael Nowakowitsch (WwW) das Vorhaben. Diese „schöne Idee erhöhe die Lebensqualität“, sei „richtig gut“ und übersteige die ursprünglichen Erwartungen.

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