Die Realschule Schillingsfürst nimmt an Planspiel zum Thema Wasser teil | FLZ.de

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Veröffentlicht am 05.04.2026 11:19

Die Realschule Schillingsfürst nimmt an Planspiel zum Thema Wasser teil

Die Schülerinnen Jana Jakob (vorne) und Giulia Butacel bereiten sich inhaltlich auf das Rollenspiel vor. (Foto:  India Köhnlein)
Die Schülerinnen Jana Jakob (vorne) und Giulia Butacel bereiten sich inhaltlich auf das Rollenspiel vor. (Foto: India Köhnlein)
Die Schülerinnen Jana Jakob (vorne) und Giulia Butacel bereiten sich inhaltlich auf das Rollenspiel vor. (Foto: India Köhnlein)

In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt haben die neunten Klassen der Edith-Stein-Realschule das Planspiel „Wasser ist für alle da!?“ durchgeführt. Ziel des Projektes ist es, die Jugendlichen für das Thema Wasser und die Konsequenzen des Klimawandels zu sensibilisieren.

Dieses Bildungsangebot bringe aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen rund um die Ressource Wasser anschaulich und praxisnah in den Unterricht, heißt es in einer Mitteilung der Schule. Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels gewinne das Thema zunehmend an Brisanz: Längere Trockenperioden, steigender Bedarf und konkurrierende Nutzungsinteressen machten deutlich, wie sensibel der Umgang mit Wasser geworden ist.

Auch die Stadt Schillingsfürst selbst sei eng mit diesem Themenfeld verbunden und bezeichne sich bewusst als „Wasserstadt“, da die Sicherstellung der Wasserversorgung hier bereits früh eine zentrale Rolle spielte. Für die Jugendlichen erhält die Auseinandersetzung dadurch zusätzlich einen unmittelbaren regionalen Bezug, heißt es in der Mitteilung weiter.

Schülerinnen schlüpften in verschiedene Rollen

Das Projekt beschreibt die Schule folgendermaßen: Zu Beginn erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Stationen eigenständig grundlegende Inhalte und Hintergrundwissen. Sie setzten sich intensiv mit Fragen der Nutzung, Verteilung und Nachhaltigkeit auseinander und schufen damit die Basis für die anschließende Simulation. Im weiteren Verlauf übernahmen sie unterschiedliche Rollen – etwa aus Landwirtschaft, Industrie, Umweltschutz oder Kommunalpolitik. Mit hoher Motivation versetzten sie sich in die jeweiligen Perspektiven, entwickelten Argumentationslinien und vertraten ihre Interessen überzeugend.

Den Abschluss bildete eine fingierte Bürgerversammlung: Hier wurden Standpunkte vorgestellt, kontrovers diskutiert und schließlich gemeinsame Lösungsansätze entwickelt. Besonders beeindruckend sei gewesen, mit welcher Ernsthaftigkeit die Jugendlichen verschiedene Sichtweisen einbezogen und tragfähige Kompromisse erarbeiteten.

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Durchgeführt und moderiert wurde das Projekt von Sophie-Luise Steiner und Lisa Armenia, Mitarbeiterinnen der Aktion Grundwasserschutz am Bayerischen Landesamt für Umwelt. Mit fachlicher Kompetenz und klarer Struktur begleiteten sie beide Klassen durch den gesamten Prozess und förderten eine konzentrierte, zugleich offene Arbeitsatmosphäre.

„Anschaulich und praxisnah”

Auch aus Sicht der Schülerinnen und Schüler war der Vormittag ein voller Erfolg, schreibt die Schule und zitiert eine Teilnehmerin: „Das Planspiel war anschaulich und sehr praxisnah aufgebaut. Man konnte sich die Inhalte gut selbst erarbeiten.“ Ein anderer Schüler habe betont: „Es war sehr informativ und durch die Bürgerversammlung am Ende richtig lebendig.“ Besonders eindrücklich blieb vielen die Vielfalt der Perspektiven: „Spannend war zu sehen, wie unterschiedlich die Positionen waren – und wie am Ende trotzdem versucht wurde, gemeinsame Lösungen zu finden.“

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