Jetzt will die SpVgg Ansbach auch endlich einmal gegen die Kickers punkten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 07.04.2025 11:00

Jetzt will die SpVgg Ansbach auch endlich einmal gegen die Kickers punkten

Hat derzeit viel Spaß im Trikot der SpVgg Ansbach: Lukas Oberseider (links, hier im Spiel gegen Bamberg) war für den Trainer in Schweinfurt der Mann des Spiels. (Foto: Martin Rügner)
Hat derzeit viel Spaß im Trikot der SpVgg Ansbach: Lukas Oberseider (links, hier im Spiel gegen Bamberg) war für den Trainer in Schweinfurt der Mann des Spiels. (Foto: Martin Rügner)
Hat derzeit viel Spaß im Trikot der SpVgg Ansbach: Lukas Oberseider (links, hier im Spiel gegen Bamberg) war für den Trainer in Schweinfurt der Mann des Spiels. (Foto: Martin Rügner)

Sollte es Fußballtrainer Niklas Reutelhuber zur Gewohnheit werden, von Spiel zu Spiel die halbe Elf der SpVgg Ansbach auszutauschen, dürfen sich die Zuschauer im Regionalliga-Heimspiel gegen die Würzburger Kickers (Dienstag, 8. April, 18 Uhr) auf einiges gefasst machen.

Tatsächlich wird es auch gegen die Kickers zu Umstellungen kommen. Was genau er für das Nachholspiel ausheckt, lässt Reutelhuber allerdings offen.

Mit Dietrich fehlt der zweite Anführer

Nach Eric Weeger (Daumenverletzung) fällt mit Tobias Dietrich, der beim 2:1-Sieg in Schweinfurt die fünfte gelbe Karte kassiert hat, eine weitere Stammkraft aus. „Der zweite Anführer, der weg ist“, konstatiert Reutelhuber, der speziell die Kopfballstärke des Kapitäns anspricht, die nun gegen Würzburg fehlt.

Gruß an die Freundin: Tobias Dietrich freut sich über sein Tor zum 4:0 über Türkgücü. (Foto: Martin Rügner)
Gruß an die Freundin: Tobias Dietrich freut sich über sein Tor zum 4:0 über Türkgücü. (Foto: Martin Rügner)

Kapitän der SpVgg Ansbach will weiter nach oben

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Andererseits hat auch Dietrich sehr viel gespielt in diesem Jahr und angesichts von sechs Spielen allein im April tut ihm die Pause möglicherweise ganz gut. Das war zum Teil auch das Argument für die sechs Startelfwechsel in Schweinfurt.

Ausgerechnet beim Tabellenführer ließ Reutelhuber sein Sturmduo Sperr/Kroiß auf der Bank sitzen, muss man sich ja auch erst einmal trauen. Der eine oder andere habe sich müde gefühlt und das auch so kommuniziert, erklärt Reutelhuber seine Umstellungen, die dann vollumfänglich zum Erfolg führten.

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Bislang nur Niederlagen gegen Würzburg

Vor allem die Defensive um die Innenverteidiger Abdennour Rhani und Lukas Oberseider, als Siegtorschütze Man of the Match für den Trainer, überzeugte.

Die Bilanz der Ansbacher (10. Tabellenplatz/37 Punkte) gegen die Kickers (5./46) ist erschütternd. In der Regionalliga gab es fünf Niederlagen in Serie. In den Heimspielen hielten sich die Pleiten im Rahmen (zweimal 0:1), in der Akon Arena am Dallenberg wurde es meist heftig (0:4, 0:5, 1:7). Das letzte Ansbacher Tor gegen die Kickers schoss Sven Landshuter vor zweieinhalb Jahren.

Im krassen Gegensatz dazu steht die aktuelle Erfolgsserie der nullneuner. 2025 sind sie ungeschlagen, holten aus sechs Spielen 14 Punkte. Das ist einmalig seit dem Aufstieg in die vierte Liga 2022.

Die Kickers verlieren nur selten

„Wie schon gegen Schweinfurt wird auch gegen die Kickers jeder bei uns mit der Überzeugung auftreten, dass wir diesen Gegner schlagen können“, sagt Reutelhuber. Zeit wärs jedenfalls und die Gelegenheit scheint günstig.

Die Würzburger sind seit August (0:2 bei Wacker Burghausen) in Auswärtsspielen ungeschlagen, verlieren überhaupt recht selten (fünf Niederlagen sind Bestwert der Liga), gewinnen aber auch nicht oft. Jedenfalls nicht oft genug. Zehn Unentschieden haben die Würzburger im Titelkampf zurückgeworfen.

Nach 0:3 gegen Augsburg hieß es: Trainer raus!

Das 0:3 gegen den FC Augsburg II Ende März schien das Aus im Aufstiegsrennen zu besiegeln und wurde begleitet von „Trainer raus“-Rufen. Die intensive Wintervorbereitung ergab bislang nur zwei Siege. Einem die Titelhoffnungen zunächst aufs Schönste befeuernden 2:0-Erfolg beim FC Bayern II zum Jahresstart folgten drei Unentschieden und der peinlichen Pleite gegen Augsburg jüngst ein 1:0 beim TSV Aubstadt, was die Position von Trainer Martin Lanig wieder etwas gefestigt haben dürfte.

Gegen Lanig haben die Ansbacher schon einmal gespielt

Gegen den Ex-Profi aus der Nähe von Bad Mergentheim (VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt, 1. FC Köln), der im Herbst das Traineramt in Würzburg übernahm – unter Vorgänger Markus Zschiesche hatten die Kickers beim 5:0 über Ansbach im August den höchsten Saisonsieg gefeiert – haben die nullneuner schon gespielt.

Vor Würzburg trainierte Lanig den Oberligisten FSV Hollenbach, den die Ansbacher in einem Testspiel im Sommer 2023 3:0 besiegten.

Stimmung ist laut Insidern vergiftet

Sollte Ansbach erneut 3:0 gegen eine Lanig-Elf gewinnen, würde die laut Insidern vergiftete Stimmung innerhalb der Kicker-Führungsriege wohl vollends toxisch werden.

Die Aussicht, sportlich ausgerechnet hinter den unterfränkischen Rivalen aus Schweinfurt zurückzufallen, schmeckt dem Vorjahresmeister, der in den Aufstiegsspielen den Sprung in die Dritte Liga nur knapp verpasste, jedenfalls ganz und gar nicht.

Mit 21 schon in sechs Ländern aktiv

Zum Hoffnungsträger wurde auch nicht Winterneuzugang Lado Akhalaia aus Moldawien, der im zarten Altern von 21 Jahren bereits in sechs Ländern gekickt hat. Mit zwölf machte er sich erstmals in die Fremde auf. Ukraine, Portugal, Italien (Inter Mailand, FC Turin) und Luxemburg waren seine Stationen.

Ein Tor für Würzburg gelang ihm noch nicht. Für die sind vor allem Moritz Hannemann, Benjamin Girth (jeweils neun Treffer), Fabian Wessig (acht) sowie Benyas Solomon Junge-Abiol (sieben) zuständig.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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