SpVgg Ansbach gelingt 2:1-Coup bei Tabellenführer Schweinfurt | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 05.04.2025 16:02

SpVgg Ansbach gelingt 2:1-Coup bei Tabellenführer Schweinfurt

Jubel über das Siegtor in Schweinfurt. Erzielt hat es soeben Abwehrspieler Lukas Oberseider (links).  (Foto: Michael Horling)
Jubel über das Siegtor in Schweinfurt. Erzielt hat es soeben Abwehrspieler Lukas Oberseider (links). (Foto: Michael Horling)
Jubel über das Siegtor in Schweinfurt. Erzielt hat es soeben Abwehrspieler Lukas Oberseider (links). (Foto: Michael Horling)

Chapeau nullneuner! Die Erfolgsserie der SpVgg Ansbach in der Fußball-Regionalliga im neuen Jahr überstand auch das Gastspiel beim Tabellenführer. Mit 2:1 feierten die Ansbacher beim FC Schweinfurt 05 den vierten Sieg in diesem Jahr und sind nun seit sechs Spielen ungeschlagen.

Für das Gastspiel im Sachs-Stadion besetzte SpVgg-Trainer Niklas Reutelhuber seine Elf auf nicht weniger als sechs Positionen neu. Gegenüber dem 1:1 zuletzt daheim gegen Eintracht Bamberg rückten Michael Belzner, Abdennour Rhani, Niklas Seefried, Tarkan Ücüncü, Nico Hayer und Lukas Schmidt in die Startelf.

Sperr und Kroiß sind draußen

Draußen blieb unter anderem zunächst das gewohnte Sturmduo Michael Sperr und Patrick Kroiß, das durch Schmidt und Ücüncü ersetzte wurde.

Schmidt zahlte das Vertrauen des Trainers schon nach 15 Minuten zurück. Nachdem er zuvor zweimal an FC-Keeper Lukas Schneller gescheitert war, erlief er sich nach einem missglückten Einwurf der Gastgeber den Ball und war mit einem Schuss aus 20 Metern erfolgreich. Schneller, eine Leihgabe des FC Bayern München an die Schweinfurter, sah sehr unglücklich aus.

Beim Aufstiegsfavorit werde man eine Leistung auf hohem Niveau über 90 Minuten bringen müssen um zu punkten, meinte Reutelhuber vor dem Spiel, vor allem Schwächephasen bestrafe der offensivstarke Gegner sofort.

Das könnte Sie auch interessieren

Gute Abwehrarbeit in Hälfte eins

In der ersten Halbzeit passte die Leistung der Ansbacher sehr gut. Mutig rückten sie nach vorne und attackierten den Gastgeber oft bereits in dessen Hälfte. Eine Spielweise, die Schweinfurt sichtlich nicht schmeckte.

Bei Torchancen für den Gastgeber war SpVgg-Torhüter Sebastian Heid mehrfach auf dem Posten und rettete gegen Michael Dellinger und Martin Thomann. Bei einer Fülle von Schweinfurter Ecken war die Ansbacher Abwehr, in der Abdennour Rhani den gesperrten Eric Weeger ersetzte, zur Stelle und köpfte einige hohe Bälle weg.

Zur zweiten Hälfte meldeten sich die Ansbacher mit gefährlichen Distanzschüssen von Hayer und Daniel Schelhorn an und auch Niklas Seefried hatte eine gute Gelegenheit. Ein Fernschuss brachte Schweinfurt in der 62. Minute den Ausgleich. Kevin Fery hielt aus 18 Metern nach Querpass von Devin Angleberger drauf und traf ins rechte Eck.

Lukas Oberseider stellt auf 1:2

Beflügelt vom Ausgleich intensivierte Schweinfurt die Offensivbemühungen, das nächste Tor allerdings erzielte wieder Ansbach. Nach einer Ecke köpfte Lukas Oberseider ein (81.).

Bei einem Pfostentreffer von Dellinger hatte Ansbach in der Schlussphase großes Glück. Glück, das sich die Gäste durch ihr intensives und kraftraubendes Spiel sowie ihre Effizienz beim Torabschluss verdient hatten.

FC Schweinfurt 05: Schneller – Langhans (62. Bausenwein), Trslic, Meißner, Piwernetz – Angleberger (83. Einsiedler), Fery – Endres (62. Tranziska), Böhnlein (56. Schmitt), Thomann (56. Sebastian Müller) – Dellinger.

SpVgg Ansbach: Heid - Belzner, Rhani (73. Bayerlein), Oberseider, Manz - Seefried (89. Sauerstein), Dietrich, Schelhorn, Hayer - Schmidt (60. Sperr), Ücüncü (60. Kroiß).

Tore: 0:1 Schmidt (15.), 1:1 Kevin Fery (62.), 1:1 Oberseider (81.),
Gelb: Schmitt, Piwernetz - Heid, Dietrich.
Schiedsrichter: Elias Wörz (Friesenried).- Zuschauer: 2304.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
north