Die Uffenheimer Stadthalle ist in Sachen Brandschutz nicht mehr so ganz vorbildlich: Bei einer Prüfung des Neustädter Landratsamtes war vor geraumer Zeit aufgefallen, dass es durchaus Defizite gibt. Nun muss die Stadt rund 100.000 Euro in ein Brandschutz-Update investieren. Dieses soll möglichst noch heuer passieren.
Das Kernproblem liegt im Foyer, zwischen der Garderobe und der Treppe, erläuterte Bürgermeister Wolfgang Lampe auf Nachfrage unserer Redaktion. Denn eigentlich müssen der Eingangsbereich und der Hauptsaal oben „rauchtechnisch abgeschottet“ werden. Das sei allerdings derzeit nicht gegeben.
Entsprechend verhängte das Landratsamt eine Verbesserung des Brandschutzes als Auflage. Veranstaltungen dürfen weiter stattfinden, allerdings sollte die Maßnahme nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden, betonte Lampe. Denn taufrisch ist diese Nachricht nicht mehr, bereits 2023 waren Mittel in den städtischen Haushalt eingestellt worden, allerdings reichten für eine Umsetzung die personellen Ressourcen in der Verwaltung nicht, erklärte Wolfgang Lampe.
Konkret muss eine Glaswand eingezogen werden, die den Rauch im Falle eines Garderoben-Brandes im Untergeschoss hält. Dann könnten die Gäste der Stadthalle ohne Gefahr einer Rauchvergiftung das Gebäude über einen der Notausgänge verlassen – entweder auf die hintere Terrasse oder über die Bühne. Trotz der Glaswand bleibt das Kassenhäuschen als Kultobjekt aber bestehen, so Lampe. Zudem müssen die Sprinkleranlage ergänzt, die Tür zum Stuhllager gegen ein brandschutzsicheres Exemplar getauscht und noch kleinere bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Einen entsprechenden Stadtratsbeschluss gebe es.
Das Gros der Vorarbeiten bleibt am Hochbauamt hängen, betonte der Bürgermeister. Leiter Viktor Scheider hat derzeit allerdings alle Hände voll zu tun, schließlich ist der Leitungsposten im Tiefbauamt nach dem Abschied von Stadtbaumeister Jürgen Hofmann weiterhin vakant. Wie schnell und ob sich überhaupt ein Nachfolger findet, das steht in den Sternen.
„Wir versuchen alles, es noch heuer hinzubekommen“, gibt Lampe die Marschroute bei der Brandschutz-Sanierung vor. Entsprechende Mittel stehen auch für 2024 wieder im Etat. Lampe: „Dann dürften wir wieder so weit sein, dass alles passt.“