Die Windsbacher Stadtteile Hergersbach und Leipersloh können sich auf eine Schönheitskur freuen. Der Stadtrat hat umfangreichen Dorferneuerungsmaßnahmen zugestimmt. Dabei wird insgesamt mit rund 3,5 Millionen Euro Kosten gerechnet.
Schritt für Schritt soll es gehen, erst in einem, dann im anderen Stadtteil. Abgestimmt werden die einzelnen Maßnahmen jeweils mit dem Amt für Ländliche Entwicklung. Die ersten Baumaschinen rücken vermutlich im Frühjahr 2025 an, mindestens zwei bis drei Jahre wird es wohl dauern, bis alles fertig ist.
Diese Dorferneuerung „Hergersbach 2“ zeichne sich durch viele Projekte aus, betonte Windsbachs Bürgermeister Matthias Seitz in der jüngsten Stadtratssitzung. Und es habe im Vorfeld viele Sitzungen mit der Teilnehmergemeinschaft gegeben, ergänzte Geschäftsleiterin Tanja Mayer. Die Detailplanung sei dabei beschlossen worden, nun müsse noch der Stadtrat zustimmen.
Der größte Posten in Hergersbach ist mit rund 1,1 Millionen Euro der Straßenbau. Knapp 830 Meter werden ausgebaut, drei Stichstraßen befestigt. Außerdem soll unter anderem ein Kreuzungsbereich ausgeweitet und unbefestigte Zufahrten sollen asphaltiert werden. Sinn ergibt laut Geschäftsleiterin Mayer in diesem Zusammenhang zudem die Verlegung von Rohren für den Glasfaserausbau. Neugestaltet wird auch der Zugang zum Hergersbächl. Noch ungeklärt ist die Situation um den Löschwasserteich, der unter der Ansiedlung von Bibern leidet. Man wolle aber an der bewährten Situation mit dem Weiher festhalten, hieß es.
Weiterhin sollen im Rahmen der Dorferneuerung die Brücke über das Hergersbächl, ein Spielplatz hinter der Dorfscheune sowie deren Sanierung in Eigenregie durch die Dorfgemeinschaft berücksichtigt werden.
Noch unklar ist, was mit dem Glockenhaus passiert. Der Wunsch ist es, das Haus abzureißen, die Denkmalschutzbehörde ist aber dagegen. Von dieser endgültigen Klärung hängen wiederum andere Faktoren ab: Standorte für die Bushaltestelle, das Buswartehäuschen, den Dorfplatz und für Parkplätze.
Auch in Leipersloh spielt der Straßenbau mit geschätzten 1,4 Millionen Euro und einer Ausbaulänge von gut 1400 Metern eine große Rolle. Hierbei sollen ebenfalls gleich Glasfaserrohre mitverlegt werden. Der Löschweiher ist undicht und soll deshalb verfüllt und durch einen unterirdischen Löschwasserbehälter ersetzt werden. Stadtrat Dr. Hermann Löhner regte dazu an, vorher auch mit der Reckenberggruppe als Wasserversorger zu reden.
Zu diesen geplanten Maßnahmen kommen auch in Leipersloh noch etliche weitere Projekte: So stehen ein Spielplatz, der Dorfplatz, die Modernisierung des Feuerwehrhauses in Eigenregie, Bushaltestelle samt Wartehäuschen und die Sanierung der Dorfkapelle auf der Liste. Zusätzlich soll in beiden Stadtteilen die Straßenbeleuchtung erneuert werden. Rund 3,5 Millionen Euro wird das alles nach derzeitigen Berechnungen kosten – 1,722 Millionen Euro Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung sind zu erwarten. Mit weiteren Zuschüssen wird vom Wasserwirtschaftsamt und der Denkmalschutzbehörde gerechnet.