Veröffentlicht am 07.06.2022 07:07

Die üblichen zehn Prozent

Einen Zuschuss für den Fischereiverein hat der Burghaslacher Marktgemeinderat in seiner Sitzung vorige Woche gewährt – wenn auch bei Weitem nicht in der erwünschten Höhe.

Die Fischer wollen einen Weiher erwerben und müssen hierfür 22.500 Euro aufbringen, verlas Bürgermeister Luther das Antragsschreiben. An Eigenmitteln habe man 10.500 Euro; den Rest müsste der Verein „mittelfristig finanzieren“, sich also Geld borgen – außer die Gemeinde gewähre die 12.000 Euro als Zuschuss. Die Fischer merkten an, dass der Verein unentgeltlich viel Landschaftspflege leiste und auch beim gemeindlichen Ferienprogramm mit von der Partie ist.

Luther erläuterte, dass die Marktgemeinde für derlei Zuschüsse keine festgeschriebene Regelung habe, aber „mehr als zehn Prozent haben wir nicht gegeben“, verwies er auf die übliche Verfahrensweise, und: „Wir müssen aufpassen, dass wir keinen Präzedenzfall schaffen“, warnte das Gemeindeoberhaupt.

Christian Hofmann (BfMB/NBB) erwog, die Zuschusshöhe von der Jugendarbeit abhängig zu machen. Der Verein, so hieß es, habe aktuell zehn Jugendliche in seinen Reihen. Helmut Wiesinger (CSU) wäre deshalb bereit gewesen, etwas mehr als besagte zehn Prozent zu gewähren: „Runden wir auf 3000 auf.“

Letztlich blieb es jedoch bei den 2250 Euro, entschied das Ratsgremium mit nur einer Gegenstimme.


Andreas Reum
Andreas Reum

Redakteur

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