Acht junge Menschen aus aller Welt haben sichtbare Spuren in Bad Windsheim hinterlassen. Diese strahlen in Magenta und leuchten in Hellblau, mit dynamisch geschwungenen Herzen und Schriftzug: 25 Blumenkästen, die zur Landesgartenschau (LGS) 2027 einladen, sind von den Teilnehmern eines internationalen Work-Camps gebaut und gestaltet worden.
Zwei Wochen lang waren die jungen Menschen in Bad Windsheim, um tatkräftig mit anzupacken und an verschiedenen Projekten zu arbeiten. Im vergangenen Jahr hatte die Aktion ihre Premiere gefeiert. Damals waren zwölf junge Frauen und Männer da. Sie hatten viel Zeit und Mühe investiert, um dem Bahnhofsgebäude einen neuen Anstrich zu verpassen. Ihre Nachfolger hatten nun vor allem die Aufgabe, Blumenkästen zu Werbezwecken für die LGS zusammen zu bauen und zu bemalen.
Hinter dem Camp steht der Verein „Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten“ (IGB). Franzi Dreisewerd aus Dortmund und Celina Mittelstädt aus Leverkusen waren die Betreuer der Freiwilligen, mit denen sie gemeinsam im Europäischen Schullandheim untergebracht waren. Dort wurde abends gemeinsam gekocht. Und zwar landestypisch. So gab es unter anderem Leckeres aus Kolumbien, China, Italien, Spanien und der Schweiz.
„Das hat das Gemeinschaftsgefühl gestärkt“, sagte Dreisewerd. Sie plant bereits ein Wiedersehen mit Bad Windsheim. Auf ihrer Bulli-Tour durch Deutschland, soll die Stadt auf jeden Fall angefahren werden. Dreisewerd will ihrem Freund hier einiges zeigen, darunter das Freilandmuseum und die Therme. Besonders begeistert war sie zudem vom Reichsstadtmuseum im Ochsenhof. Aber auch alle anderen Aktivitäten und Ausflüge, unter anderem ins Bad Windsheimer Freibad seien besonders gewesen.
Genauso wie die Projekte, bei denen die Teilnehmer des Work-Camps mit angepackt haben. So haben sie Mitglieder des Historischen Vereins Bad Windsheim dabei unterstützt, ihr Depot zu verlagern. Die Stadtarchivarin Stella Bartels-Wu freute sich ebenfalls über die Hilfe der jungen Menschen. Sie steht nämlich aktuell vor der Herausforderung, mit dem Stadtarchiv umziehen zu müssen. „Wir haben gemeinsam Bilder in Folie gehüllt und Kisten zusammen gepackt“, erzählte Bartels-Wu. Im Gegenzug für die „nette Hilfe“ habe sie den jungen Männern und Frauen von der Geschichte Bad Windsheims erzählt. Das sei gut angekommen.
Dass die Work-Camp-Teilnehmer zudem Projekte für die Landesgartenschau umgesetzt haben, freute Bürgermeister Jürgen Heckel und die LGS-Geschäftsführerin Birgit Grübler. Sie hatten geholfen, die Bobby-Cars einzulagern, die LGS-Büros einzurichten und die 25 Blumenkästen zu bauen und zu gestalten, die für die LGS werben.
Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei vom Team der Stadtgärtnerei, darunter dessen Leiter Tobias Schmidt und Elisabeth Edusei. Auch der Bauhof-Leiter Johannes Popp und der Bauhof-Mitarbeiter Andre Greiselmeier waren involviert. „Wir haben uns mit Händen und Füßen verständigt. Das hat wunderbar funktioniert“, sagte Elisabeth Edusei. Empathie und ein diplomatisches Gespür seien ebenfalls sehr hilfreich gewesen.
Bürgermeister Heckel hofft nun, dass die Blumenkästen dazu beitragen werden, die Landesgartenschau ins Bewusstsein der Bürger und Gäste zu rücken. Und dass dafür alle an einem Strang ziehen, so wie die jungen Menschen aus aller Welt das getan haben. Dass es im kommenden Jahr wieder ein Work-Camp geben wird, steht für Bürgermeister Heckel bereits jetzt fest. Dann soll wieder die LGS im Mittelpunkt stehen, die immer näher rücke und für die weiterhin geworben werden solle.