„Zukunftswerkstatt Schwein“ lautet der Name eines neuen Projekts in der Schweinehaltung, das jetzt in Triesdorf in Zusammenarbeit zwischen den Landwirtschaftlichen Lehranstalten (LLA) des Bezirks Mittelfranken und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) realisiert wird.
Ende Januar startete das Millionenprojekt offiziell. Bis Ende 2028 sollen die ersten Tiere einziehen. Ziel der Zukunftswerkstatt Schwein ist es einer Pressemitteilung der Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf zufolge, praxisorientierte Lösungen für die Schweinehaltung der Zukunft entwickeln. Im Fokus stünden dabei Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz, Fleischqualität und regionale Wertschöpfung. Neben Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster war auch Landrat Dr. Jürgen Ludwig bei der Auftaktveranstaltung zugegen. Das Landratsamt Ansbach ist in den unterschiedlichsten Bereichen intensiv in den Genehmigungsprozess des Projektes eingebunden, der Landkreis ist zudem Träger der FOS-BOS Triesdorf und des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Ansbach-Triesdorf.
Das Konzept der Zukunftswerkstatt Schwein dient als bauliches Vorbild sowie als wissenschaftliches Rückgrat für eine nachhaltige, zukunftsfähige tier- und umweltgerechte Schweinehaltung. Die Lern- und Forschungsmöglichkeiten dienen der Wissensvermittlung, aber auch als Fachforum für die bayerische Ernährungswirtschaft im Hinblick auf den Transformationsprozess in der Nutztierhaltung. Die geplanten Stallungen beinhalten sowohl einen konventionellen Haltungsbereich als auch einen ökologischen. Zudem sollen alle Ferkel bis 28 kg aufgezogen werden (ca. 980 Tierplätze). Des Weiteren sollen 240 Aufzuchtplätze für die Jungsauenvermehrung zur Eigenremontierung und Basiszucht für externe Betriebe geschaffen werden.
Der Freistaat Bayern unterstützt das Vorhaben und stellt durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst einen Betrag von 11,48 Mio. Euro zur Verfügung. Zusätzlich erhält das Projekt eine Förderung in Höhe von weiteren 1,2 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, um Maßnahmen rund um den Emissionsschutz und das Tierwohl zu unterstützen.