Wer für Ostern wiederverwendbare Deko kauft, Eier und Hasen liebevoll in haltbare Körbchen dekoriert und Geschenke fürs Osterfest in Tüchern oder Gläsern verpackt überreicht, handelt nachhaltig. So kann man Einwegmaterialien ersetzen und bereits beim Einkaufen Abfall einsparen. Dazu rät der Verband kommunaler Unternehmen (VKU).
Und wenn das Osterfest vorbei ist? Wohin kommen dann die übrigen Verpackungen, die Alufolie der Osterhäschen, der verwelkte Osterstrauß und die alten Eierschalen? Wird der Abfall richtig getrennt entsorgt, können daraus neue Produkte entstehen. Recycling hilft wertvolle Ressourcen zu sparen sowie das Klima zu schützen, so die Initiative „Mülltrennung wirkt“. Tipps zur Mülltrennung rund ums Osterfest.
Sind die Eierschalen leer, dürfen gefärbte Ostereier in die Biotonne. Aber nur, wenn sie nicht mit Glitzer, Folie oder anderer Deko geschmückt sind. Denn dann müssen sie in den Restmüll.
Verdorbene oder gekochte Eier gehören - egal, ob gefärbt oder nicht - entweder in den Restmüll oder in die Biotonne. Das ist laut VKU abhängig von den Vorgaben der örtlichen Entsorger.
Bei Osternestern lohnt sich ein genauerer Blick. Kann man das Körbchen und das Ostergras für das nächste Osterfest noch aufheben? Wenn nicht, findet man auf der Verpackung meist Hinweise, woraus etwa das Ostergras und das Körbchen besteht. Hier gilt laut „Mülltrennung wirkt“:
Verwelkte Ostersträuße und abgeschnittene Zweige kommen in die Biotonne. Gibt es eine kommunale Grünschnittsammlung oder einen Wertstoffhof, kann man die verblühten Blumen und Zweige laut VKU auch dort entsorgen. Damit das Grünzeug sauber kompostiert werden kann, muss man vorher dekorative Drähte, Kunststoffbänder oder Filzhasen entfernen.
Alle Verpackungen sollten leer in der richtigen Tonne landen. Denn Essens- und Produktreste können die Sortierung erschweren und das Recycling verhindern. In die Altpapiertonne entsorgt man richtig unbeschichtetes Papier sowie Pappverpackungen, so „Mülltrennung wirkt“. Auch Eierkartons aus Papier sollten im Altpapier landen. Sind sie jedoch aus Kunststoff gehören sie in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack.
Bestehen Verpackungen aus verschiedenen Schichten, sollte man diese mit wenigen Handgriffen voneinander trennen und sortenrein entsorgen. Die einfache Vorbereitung hilft den Sortieranlagen bei ihrer Arbeit - und das steigert laut VKU die Recyclingqualität deutlich.
Befindet sich also ein Sichtfenster an der Pappverpackung, sollte man den Kunststoff vom Karton abtrennen und diesen in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack werfen. Dorthin gehören auch glitzernde Aluminiumfolien von Osterhasen und Ostereiern, Folienverpackungen von Pralineneiern sowie Kunststoff-Verpackungen und -Tütchen von Bonbons oder Fruchtgummis.
Genauso sollte man leere Verpackungen aus Kunststoff der Färbesets in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack werfen. Während beschichtete Färbebecher für einzelne Farben in den Restmüll landen sollten.
Wer ein Osterlamm oder Zopf im Ofen zubereitet, sollte dafür verwendetes Backpapier im Restmüll entsorgen - da es beschichtet ist, kann das Backpapier nicht recycelt werden. Auch gebrauchte, verschmierte Papierservietten und Papiertischtücher gehören in den Restmüll. Das gilt auch für beschichtetes oder stark glänzendes Geschenkpapier.
Übrigens: An Ostern kann mehr Abfall als sonst entstehen. Damit die Tonnen nicht überfüllt sind, lohnt es sich auf Hinweise der örtlichen Entsorger zu achten. Die Abfuhrtermine können sich rund um die Feiertage nämlich verschieben - oft werden Touren vorgezogen oder nachgeholt.
Oder man fährt selbst zum Wertstoffhof. Ein Blick auf die Internetseite des kommunalen Entsorgers lohnt sich. Rund um die Ostertage bieten viele erweiterte Öffnungszeiten an.
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