Den alten Duschkopf abschrauben, den neuen montieren, fertig! Ein Sparduschkopf ist schnell angebracht.
„Der Sparduschkopf ist eine der einfachsten, aber besonders effektiven Maßnahmen, um CO2 und Kosten zu sparen“, sagt Michael Bilharz vom Umweltbundesamt (UBA). „Das Schöne daran: Einmal getauscht, profitiert man davon dauerhaft.“
Die Grundidee dahinter ist simpel: Der Sparduschkopf reduziert den Wasserdurchlauf. „Gleichzeitig wird mit Hilfe von Mischdüsen der Wasserstrahl mit Luft verwirbelt. Dadurch bleibt er schön füllig“, so Bilharz. „Verbraucher merken bei guten Modellen also keinen Unterschied.“
Ein guter Sparduschkopf kostet meist zwischen 20 und 60 Euro. Weil dadurch weniger Wasser erwärmt werden muss, können Verbraucher laut Bilharz kräftig sparen - wer regelmäßig warm duscht, besonders viel:
Die genauen Ersparnisse hängen - neben den eigenen Duschgewohnheiten - auch davon ab, wie das Wasser erhitzt wird, also etwa mit Strom oder Gas. Wer neugierig ist, kann sein persönliches Sparpotenzial auch mit dem Duschrechner der Verbraucherzentrale NRW ermitteln.
Entscheidend ist zudem, wie der Wasserdurchlauf im Duschkopf verringert wird. Die Stiftung Warentest erklärt: Im einfachen Fall wird mit einer Lochscheibe lediglich der Durchmesser für den Wasserdurchlauf verringert. Das verhindert jedoch nicht, dass bei hohem Wasserdruck mehr Wasser durch den Duschkopf fließt.
„Bei der Montage muss man aufpassen, welche Scheibe man einsetzt, weil sich häufig verschiedene Lochgrößen in der Verpackung befinden“, sagt Bilharz. Eine Alternative zu Sparduschköpfen sind Durchflussbegrenzer. Bei ihnen verengt ein Quetschring die Leitung. Der Wasserdurchlauf ist dabei konstant und unabhängig vom Wasserdruck.
Grob lässt sich aber in puncto Ersparnis festhalten: „Beträge von mehreren hundert Euro pro Jahr sind in Mehrpersonenhaushalten gewiss. Bei vier oder mehr Personen, die häufig duschen, können die Ersparnisse sogar im vierstelligen Bereich liegen“, sagt Bilharz, der beim Umweltbundesamt die Berechnungen für die gerade aktualisierte „Klimawaage“ erstellt hat. Bei dem interaktiven Lerninstrument soll gezeigt werden, wie sich Alltagsentscheidungen auf den CO2-Verbrauch auswirken können.
Wer sich unsicher ist, ob er schon einen Sparduschkopf zu Hause hat oder welcher Ring der Richtige ist, kann einen einfachen Test machen: Kaltes Wasser voll aufdrehen, 30 Sekunden lang in einen Eimer laufenlassen und dann die Wassermenge messen. „Wenn es weniger als vier Liter sind, handelt es sich um einen Sparduschkopf“, sagt Bilharz. Denn in der Regel haben Sparduschköpfe einen Wasserdurchlauf von sechs bis acht Litern pro Minute, bei herkömmlichen Duschköpfen sind es zwölf bis 15 Liter.
Tipp: Wer noch mehr Warmwasser sparen will, sollte beim Haarewaschen und Einschäumen das Wasser abstellen. Den größten Effekt hat es aber, wenn man kalt duscht. Dann zahlt man nicht nur weniger als die Hälfte fürs Duschen, sondern verursacht dabei auch fast keine CO2-Emissionen.
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