Hauptsache, die Ostereier leuchten nach dem Färben schön intensiv? Nicht unbedingt. Bei Ostereierfarben sollte man auch auf die Inhaltsstoffe achten.
Das legt eine aktuelle Untersuchung der Zeitschrift „Öko-Test“ (Ausgabe 4/2026) nahe. Denn einige Ostereierfarben enthielten aus Sicht der Öko-Tester bedenkliche Farbstoffe. Bei mehreren Produkten drang im Praxistest die Farbe durch die Schale und hinterließ auf dem Ei Verfärbungen. Ganz ausschließen lässt sich also nicht, dass man die Farbstoffe beim Verzehr der Eier aufnimmt.
Insgesamt wurden sieben Ostereierfarben getestet, die zwischen 0,69 Euro und 4,95 Euro pro Packung kosteten. Bei einigen Produkten konnten nicht alle Farbnuancen im Praxistest überzeugen. Zum Teil wurden die Eier nur sehr schwach oder ungleichmäßig gefärbt. Nur das teuerste Produkt (Ökonorm Nawaro) bekam eine uneingeschränkte Empfehlung - auch mit Blick auf die Inhaltsstoffe.
Von sieben getesteten Ostereierfarben bekamen vier die Note „gut“:
Ein Produkt bekam die Note „befriedigend“ und zwei Produkte die Bewertung „ausreichend“.
Einige Produkte wurden unter anderem abgewertet, weil sie Farbstoffe enthalten, die zwar von der EU zugelassen, aber umstritten sind. Darunter fallen etwa Azofarbstoffe (E102, E110, E122, E124) sowie der synthetische Farbstoff Chinolingelb (E104).
Diese Farbstoffe stehen laut „Öko-Test“ im Verdacht, dass sie Studien zufolge Konzentrationsstörungen sowie Hyperaktivität hervorrufen können. Laut Verbraucherzentrale Hessen können Azofarbstoffe bei Allergikern zudem zu pseudoallergischen Reaktionen führen.
Wer auf Nummer sicher gehen und auf Azofarbstoffe ganz verzichten will, kann Ostereier auch mit natürlichen Farbstoffen färben. Einen Farbsud kann man einfach selbst herstellen. Dafür Rote Bete, Zwiebelschalen, Rotkohl, Karottenschalen oder Spinat klein schneiden, kochen und anschließend den Sud abtrennen, rät die Verbraucherzentrale. Dann etwas Essig dazu geben und bereits hartgekochte Eier in den Farbsud legen.
Verwendet man Kurkuma zum Gelb-Färben, muss man zwei Esslöffel von dem Pulver und die Eier für mindestens zehn Minuten ins kochende Wasser geben. Am besten gelingt das Färben mit weißen Eiern.
Die natürliche, pflanzenbasierte Färbung wird zwar nicht so intensiv, dafür ist sie laut „Öko-Test“ aber völlig unbedenklich.
Werden gefärbte Eier nach dem Kochen nicht abgeschreckt, können sie im Kühlschrank bis zu vier Wochen halten - vorausgesetzt die Schalte ist unverletzt, schreibt die Verbraucherzentrale.
Werden Eier direkt nach dem Kochen abgeschreckt, kühlen sie schneller ab. Durch den plötzlichen Temperaturunterschied kann sich zwischen der Schale und dem Ei eine Luftschicht bilden. So können Mirkoorganismen durch die Schale eindringen, erklären die Verbraucherschützer. Abgeschreckte Eier sollte man daher also besser zeitnah verzehren.
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