Die Arbeiten für einen neuen Einkaufsmarkt in Baudenbach (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) gehen zügig voran. Dies erklärte Bürgermeister Wolfgang Schmidt in der Sitzung des Gemeinderates am Montagabend.
Die Gemeinde hatte das Gebäude des ehemaligen kleinen Supermarkts mit Metzgerei im vergangenen Jahr erworben, nachdem die bisherigen Betreiber ihren Ausstieg erklärt hatten. Schon damals hatte sich die Gemeinde entschlossen gezeigt, einen Nahversorger in irgendeiner Form im Ort zu behalten. Nun erklärte Schmidt, er wolle die entsprechende Weiternutzung des Gebäudes bis Herbst unter Dach und Fach haben.
Wie seinerzeit berichtet, hatten die ehemaligen Betreiber von Markt und Metzgerei aufgehört, da es an Personal gemangelt hatte und zudem in den Familien keine Nachfolge- oder Übernahmeregelung in Sicht war.
Angesichts dieser bekannten personellen Probleme wird der neue Supermarkt mit digitalen Kassen ausgestattet, an denen die Kunden ihre Waren selbst scannen und anschließend bargeldlos bezahlen sollen. Der große Vorteil: Da der Markt ohne Personal funktioniert, soll er an sieben Tagen rund um die Uhr zugänglich sein. Der Name orientiert sich am Programm: Markt 24 soll er heißen.
Die Gemeinde saniert aber nicht nur das Gebäude. Auch die Außenanlagen werden verschönert und auf Vordermann gebracht, erklärte Schmidt gegenüber der Redaktion. Es werden Bäume gepflanzt und Bänke zum Verweilen aufgestellt – eine Art Treffpunkt mit Einkaufsmöglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger könnte somit entstehen.
In Weiltingen bei Dinkelsbühl wurde laut Schmidt ein solches Konzept bereits umgesetzt. Dort wurde ein ehemaliges Gasthaus, das im Zuge der Pandemie kaum noch besucht wurde, für diese Form der Nahversorgung von einem Ehepaar zum Selbstbedienungsmarkt umgebaut. Daran habe sich nun Baudenbach orientiert, so Schmidt.
Allerdings werde in der Marktgemeinde der Betreiber eine Kette sein, die vor Ort verantwortlich ist und ihren Firmensitz in Kleinweisach (Landkreis Erlangen-Höchstadt) hat. Für ihn als Bürgermeister und für den gesamten Gemeinderat, so Schmidt, sei es nach wie vor oberste Priorität, den „Laden irgendwie am Laufen zu halten“, bedeute der Verlust eines örtlichen Nahversorgers doch immer auch einen Verlust an Lebensqualität in einer Kommune. Das habe man vermeiden wollen.