Wie es für die Hantavirus-Kontaktperson in Bayern weitergeht | FLZ.de

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Veröffentlicht am 11.05.2026 12:26, aktualisiert am 11.05.2026 17:24

Wie es für die Hantavirus-Kontaktperson in Bayern weitergeht

Eine deutsche Kontaktperson stammt nach LGL-Angaben aus Bayern und soll mehrere Wochen in Quarantäne gehen. (Archivbild) (Foto: Álex Rosa/Europapress/dpa)
Eine deutsche Kontaktperson stammt nach LGL-Angaben aus Bayern und soll mehrere Wochen in Quarantäne gehen. (Archivbild) (Foto: Álex Rosa/Europapress/dpa)
Eine deutsche Kontaktperson stammt nach LGL-Angaben aus Bayern und soll mehrere Wochen in Quarantäne gehen. (Archivbild) (Foto: Álex Rosa/Europapress/dpa)

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ ist eine Kontaktperson zurück nach Bayern gebracht worden. Die Person sei am Nachmittag in der München Klinik Schwabing angekommen und bleibe dort vorerst in einem isolierten Zimmer in Quarantäne, teilten das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und das Krankenhaus mit. Die Person sei in einer „stabilen klinischen Verfassung“ und werde in der Klinik bleiben, bis die Inkubationszeit vorbei sei. 

Dieser Zeitraum zwischen Ansteckung und ersten Symptomen beträgt beim Hantavirus laut Experten in der Regel zwei Wochen. Er kann aber zwischen sieben Tagen und sechs Wochen schwanken. Die bisherigen Untersuchungen hätten ergeben, dass die Person aktuell keine Hantavirus-Symptome aufweise, hatte ein LGL-Sprecher vor Ankunft der Person in Bayern mitgeteilt. Weitere Details zu der Person aus Bayern nannte die Behörde unter Verweis auf den Persönlichkeitsschutz nicht. 

Spezielle Isolierstation aus Behördensicht nicht nötig

Die München Klinik sei als Behandlungszentrum für Kontaktpersonen aus dem Freistaat zuständig, teilte die Behörde mit. Die für hochansteckende Erreger vorgesehene Sonderisolierstation des Krankenhauses werde aber „nicht aktiviert“. Sie war erst kürzlich nach zwei Jahren Modernisierung wieder für den Einsatz freigegeben worden. Das Risiko für die Bevölkerung durch das Virus sei der EU-Gesundheitsbehörde ECDC zufolge aber weiter „sehr gering“, hieß es vom LGL.

Vier deutsche Passagiere von der „Hondius“ waren am Wochenende von der Kanareninsel Teneriffa in die Niederlande ausgeflogen und dann weiter nach Frankfurt am Main gebracht worden. Von dort wurden sie am Montag weiter in ihre Heimatbundesländer verlegt.

© dpa-infocom, dpa:260511-930-64338/3


Von dpa
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