Hohe Staugefahr zu Christi Himmelfahrt | FLZ.de

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 11.05.2026 14:01

Hohe Staugefahr zu Christi Himmelfahrt

Das lange Wochenende bringt auch viele Staus - vor allem am Mittwoch (13. Mai) und am Sonntag (17. Mai) wird es voll auf den Autobahnen. (Foto: dpa-infografik GmbH/dpa-tmn)
Das lange Wochenende bringt auch viele Staus - vor allem am Mittwoch (13. Mai) und am Sonntag (17. Mai) wird es voll auf den Autobahnen. (Foto: dpa-infografik GmbH/dpa-tmn)
Das lange Wochenende bringt auch viele Staus - vor allem am Mittwoch (13. Mai) und am Sonntag (17. Mai) wird es voll auf den Autobahnen. (Foto: dpa-infografik GmbH/dpa-tmn)

Wonnemonat Mai! Und mag es zuweilen und mancherorts auch nicht immer gutes Wetter geben, verwöhnt der Monat doch zumindest mit dem einen oder anderen Feiertag.

Christi Himmelfahrt am Donnerstag (14. Mai) bietet zudem - mit einem Brückentag am Freitag - die Chance, das kommende Wochenende (15. bis 17. Mai) ab Mittwoch zu einem langen zu machen. Dazu gibt es auch noch regionale Ferientermine und schulfreie Tage.

Egal, ob Kurzurlaub oder nur ein Ausflug mit Bollerwagen zum Vatertag am Donnerstag ansteht: So einige dürften sich auf den Weg zum Freizeitvergnügen machen. Was heißt das für die Autobahnen und Landstraßen?

Autoclubs erwarten Staus

Ein „langes Stau-Wochenende“ steht bevor, so formuliert es der Auto Club Europa (ACE). Auch der ADAC sieht ab Mittwoch eine „hohe Staugefahr“. Als Schwerpunkte nennt der Automobil-Club die Strecken in den Süden und in den Alpenraum, nach Österreich und Italien - speziell um den Gardasee - sowie die Strecken an die Ost- und Nordsee, vor allem in Richtung Niederlande.

Klassische Stau-Schwerpunkte: Die Bereiche von Autobahnbaustellen, von denen der ADAC aktuell rund 1.000 vermeldet. Auch im Zuge von Teilstücksperrungen und nach Unfällen dauert es länger.

Die Tage in der Übersicht:

  • Mittwoch: Wer dann auf die Autobahnen will, den erwartet ein „intensiver Staunachmittag“, so der ACE. Bereits ab dem späten Vormittag sei mit einem ansteigendem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Schwerpunkte sind die Straßen rund um die Ballungsräume und die Fernverkehrsachsen. Nachmittags wird es dann immer voller, da sich nun auch viele Berufspendler zu den Reisenden gesellen dürften. 
  • Donnerstag/Christi Himmelfahrt: Auch am Feiertag muss mit vielen Reisenden gerechnet werden. Etwas Erleichterung bringt das geltende Feiertagsfahrverbot für viele Lastwagen, was die Staugefahr reduzieren dürfte - voraussichtlich unter das Niveau des Vortages. Im Fokus für viele Ausflügler sind Ziele an den Küsten oder an Seen in der Nähe.Ab Nachmittag lichtet sich die Lage auf den Autobahnen immer mehr. Doch auf den untergeordnetem Straßennetz dürfte es noch lange voll bleiben - Ausflügler mit Auto, Motorrad oder Fahrrad sind unterwegs. Auch mit Wanderern und mit nicht selten alkoholisierten Fußgruppen samt Bollerwagen (Vatertag) ist zu rechnen. 
  • Freitag: Der ACE rechnet mit weniger Verkehr, das gilt sowohl für die typischen Pendelrouten, Hauptreisestrecken und die Straßen rund um die Ballungsräume als auch für die Nebenstraßen. Auch der ADAC erwartet einen deutlich entspannteren Verlauf. 
  • Samstag: Ruhiges Reisen dürfte in der Regel auch am Samstag möglich sein, die Verkehrsclubs erwarten in der Regel nur moderaten Verkehr. Allerdings kann es auf den Schlagadern in den Süden und in den Alpenraum sowie auf den Strecken an die Küsten zeitweise speziell im Bereich von Baustellen enger werden und länger dauern. 
  • Sonntag: Dann ist mit gleich zwei Verkehrsproblemen zu rechnen. Zum einen nimmt der Ausflugsverkehr wieder zu, das dürfte vor allem die Nebenstrecken betreffen. Zum anderen wird es etwa ab Mittag auf den Autobahnen immer voller. So ist auf vielen Streckenabschnitten mit „teils erheblichen Verzögerungen“ zu rechnen, so der ACE. Die Wahrscheinlichkeit, auf der Rückreise in einen Stau zu geraten, sei hoch. Als Schwerpunkte nennt der ADAC den Nachmittag und Abend.

Beide Verkehrsclubs erwarten in den Großräumen Berlin, Hamburg, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Rhein-Neckar, Stuttgart und München sowie auf den folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):

Auch in Österreich ist Christi Himmelfahrt ein Feiertag, weswegen die Stau-Choreographie der Tage ab Mittwoch vergleichbar mit der Lage in Deutschland sein dürfte. Speziell betroffen sind die wichtigen Transitrouten. Sie füllen sich laut ACE ebenfalls schon am Mittwochnachmittag bis in den Abend hinein.

Als besonders staugefährdet werden die Tauernautobahn (A 10), die Inntalautobahn (A 12) und die Brennerautobahn (A 13) genannt. Rund um Wien ist wegen des Eurovision Song Contests ebenfalls mit mehr Verkehr zu rechnen.

Probleme drohen grundsätzlich durch Baustellen. Das gilt etwa für die Brennerautobahn aufgrund der Generalsanierung der Luegbrücke. Daher kann es gerade zu Stoßzeiten zu Verzögerungen und Staus kommen. Der ADAC stellt online weitere Informationen bereit. Auch auf dem nicht mehr generell gesperrten Reschenpass (B 180) ist weiterhin mit Behinderungen zu rechnen.

Wartezeiten an den Grenzen möglich

Wegen der stichprobenhaften Einreisekontrollen an der deutschen Grenze kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) – zu Wartezeiten kommen.

Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Website der Asfinag ansehen.

Gotthardtunnel wird wieder zum Nadelöhr

Christi Himmelfahrt ist auch in der Schweiz ein Feiertag, so dass sich die Verkehrslage auch hier ähnlich wie in Deutschland oder Österreich entwickeln dürfte. Auf den wichtigsten Transitrouten ist mit mehr Verkehr und Staugefahr zu rechnen. Das gilt speziell für die Gotthardroute (A 2), die San-Bernardino-Route (A 13) sowie die A 1 zwischen St. Margarethen und Genf. Auch auf der A 3 (Basel – Zürich – Chur) dürfte es voll werden.

Wie bei vergleichbaren Lagen dürfte auch wieder der Gotthardtunnel zum Nadelöhr werden. Dort sind am Mittwoch, am Donnerstag und am Sonntag längere Wartezeiten von mehreren Stunden und Blockabfertigungen wahrscheinlich. Wer voraussichtlich länger als eine Stunde warten würde, kann auch die Ausweichroute über den San-Bernardino-Tunnel nehmen. Jedoch sei auch dort mit Zeitverlust zu rechnen, dämpft der ACE die Erwartungen auf sehr viel schnelleres Vorankommen.

© dpa-infocom, dpa:260511-930-64926/1


Von dpa
north