Wonnemonat Mai! Und mag es zuweilen und mancherorts auch nicht immer gutes Wetter geben, verwöhnt der Monat doch zumindest mit dem einen oder anderen Feiertag.
Christi Himmelfahrt am Donnerstag (14. Mai) bietet zudem - mit einem Brückentag am Freitag - die Chance, das kommende Wochenende (15. bis 17. Mai) ab Mittwoch zu einem langen zu machen. Dazu gibt es auch noch regionale Ferientermine und schulfreie Tage.
Egal, ob Kurzurlaub oder nur ein Ausflug mit Bollerwagen zum Vatertag am Donnerstag ansteht: So einige dürften sich auf den Weg zum Freizeitvergnügen machen. Was heißt das für die Autobahnen und Landstraßen?
Ein „langes Stau-Wochenende“ steht bevor, so formuliert es der Auto Club Europa (ACE). Auch der ADAC sieht ab Mittwoch eine „hohe Staugefahr“. Als Schwerpunkte nennt der Automobil-Club die Strecken in den Süden und in den Alpenraum, nach Österreich und Italien - speziell um den Gardasee - sowie die Strecken an die Ost- und Nordsee, vor allem in Richtung Niederlande.
Klassische Stau-Schwerpunkte: Die Bereiche von Autobahnbaustellen, von denen der ADAC aktuell rund 1.000 vermeldet. Auch im Zuge von Teilstücksperrungen und nach Unfällen dauert es länger.
Beide Verkehrsclubs erwarten in den Großräumen Berlin, Hamburg, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Rhein-Neckar, Stuttgart und München sowie auf den folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):
Auch in Österreich ist Christi Himmelfahrt ein Feiertag, weswegen die Stau-Choreographie der Tage ab Mittwoch vergleichbar mit der Lage in Deutschland sein dürfte. Speziell betroffen sind die wichtigen Transitrouten. Sie füllen sich laut ACE ebenfalls schon am Mittwochnachmittag bis in den Abend hinein.
Als besonders staugefährdet werden die Tauernautobahn (A 10), die Inntalautobahn (A 12) und die Brennerautobahn (A 13) genannt. Rund um Wien ist wegen des Eurovision Song Contests ebenfalls mit mehr Verkehr zu rechnen.
Probleme drohen grundsätzlich durch Baustellen. Das gilt etwa für die Brennerautobahn aufgrund der Generalsanierung der Luegbrücke. Daher kann es gerade zu Stoßzeiten zu Verzögerungen und Staus kommen. Der ADAC stellt online weitere Informationen bereit. Auch auf dem nicht mehr generell gesperrten Reschenpass (B 180) ist weiterhin mit Behinderungen zu rechnen.
Wegen der stichprobenhaften Einreisekontrollen an der deutschen Grenze kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) – zu Wartezeiten kommen.
Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Website der Asfinag ansehen.
Christi Himmelfahrt ist auch in der Schweiz ein Feiertag, so dass sich die Verkehrslage auch hier ähnlich wie in Deutschland oder Österreich entwickeln dürfte. Auf den wichtigsten Transitrouten ist mit mehr Verkehr und Staugefahr zu rechnen. Das gilt speziell für die Gotthardroute (A 2), die San-Bernardino-Route (A 13) sowie die A 1 zwischen St. Margarethen und Genf. Auch auf der A 3 (Basel – Zürich – Chur) dürfte es voll werden.
Wie bei vergleichbaren Lagen dürfte auch wieder der Gotthardtunnel zum Nadelöhr werden. Dort sind am Mittwoch, am Donnerstag und am Sonntag längere Wartezeiten von mehreren Stunden und Blockabfertigungen wahrscheinlich. Wer voraussichtlich länger als eine Stunde warten würde, kann auch die Ausweichroute über den San-Bernardino-Tunnel nehmen. Jedoch sei auch dort mit Zeitverlust zu rechnen, dämpft der ACE die Erwartungen auf sehr viel schnelleres Vorankommen.
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