Gesucht werden die besten Talente der Land- und Forstwirtschaft. Zum Kreisentscheid hat der BBV kürzlich in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie der Staatlichen Berufsschule Neustadt geladen. BBV-Kreisobmann Jürgen Dierauff freute sich sehr, die jungen Landwirte ehren zu dürfen.
Der Wettbewerb stand unter dem Motto „Grüne Berufe sind voller Leben: Zukunft gestalten – Talente entfalten“. Denn Landwirt ist eben nicht gleich Landwirt. Der Wettbewerb soll vor allem eines deutlich machen: wie hoch der Ausbildungsstand und die Leistungsfähigkeit bei den Auszubildenden im land- und hauswirtschaftlichen Bereich heutzutage ist. So wird sichtbar, welch vielfältige Talente für dieses Berufsfeld nötig sind.
Landwirte sorgen mit ihrer Arbeit für hochwertige Lebensmittel, für erneuerbare Energien und Biodiversität in unserer Kulturlandschaft, wurde betont. All dies soll der Wettbewerb auch nach außen hin sichtbar machen. Denn, wie BBV-Kreisobmann Jürgen Dierauff betonte: „Die Außendarstellung ist ebenso wichtig wie die Leistung.“
Die Aufgaben beim Berufswettbewerb zeichneten sich durch einen starken Bezug zum beruflichen Alltag aus. Gefragt waren fachliche Kenntnisse, handwerkliche Fertigkeiten, ein gutes Allgemeinwissen, dazu Sozialkompetenz und Redegewandtheit. Im Praxisteil sollten sich die Azubis in der Landwirtschaft mit Futtermitteln, mit Saatgut und mit einzelnen Werkstoffen gut auskennen. Auch technisches Geschick war bei handwerklichen Aufgaben gefragt. In der Sparte Hauswirtschaft sollten die Auszubildenden verschiedene Komponenten für ein vollwertiges Frühstücksbuffet herstellen.
Zwar sei die aktuelle Situation nicht einfach, aber die Landwirtschaft habe definitiv Zukunft – davon ist Jürgen Dierauff überzeugt. Um genügend Nachwuchs zu generieren, müsse man aber am Ball bleiben. Da sei so ein Wettbewerb ein guter Baustein.
„Die grünen Berufe schaffen und erhalten vor allem Leben, schließlich sind wir alle auf Lebensmittel angewiesen“, stellte Landratsstellvertreter Reinhard Streng klar. In der Landwirtschaft habe in den vergangenen 50 Jahren ein „unglaublicher Strukturwandel“ stattgefunden. Weiterbildung sei bei diesen Rahmenbedingungen zwingend notwendig, um als Unternehmer die richtigen Entscheidungen treffen zu können.
Der stellvertretende Bereichsleiter Landwirtschaft am AELF Fürth-Uffenheim, Norbert Pfeufer, beglückwünschte entsprechend alle Auszubildenden – und zwar nicht nur die sechs Gewinner, die sich für den Bezirksentscheid qualifizierten, sondern ausdrücklich alle. Er zeigte sich überzeugt, dass jeder das nötige Talent für seinen Beruf besitze. Es sei aber nicht nur ein Wettbewerb, sondern vor allem auch ein Zusammenhalt in der Landwirtschaft erforderlich – heute mehr denn je. Egal ob Landwirtschaftsschule oder Technikerschule in Triesdorf, so Pfeufer, „Sie haben mit der Teilnahme jetzt schon gewonnen“.
Landkreissieger wurde Pascal Borgendörfer vor Philipp Ortner und Michael Rückel. Auf Rang vier landete Niklas Schütz, den fünften Platz belegte Georg Schaffer. Die sechste im Bunde wurde Laura-Luisa Bätz. Sie alle haben sich für den Bezirksentscheid qualifiziert.