Umbau und Gestaltung: Was am Schillingsfürster Fischhausweiher geplant ist | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 24.10.2025 11:30

Umbau und Gestaltung: Was am Schillingsfürster Fischhausweiher geplant ist

Der am Fischhausbad vorbeiführende Radweg ist inzwischen fertiggestellt und freigegeben. Es fehlt allerdings noch eine angemessene Abgrenzung zum Weiher hin. Wann das bisherige Bauzaun-Provisorium durch einen richtigen Zaun ersetzt wird und wie viel das kostet, ist offen. (Foto: Jürgen Binder)
Der am Fischhausbad vorbeiführende Radweg ist inzwischen fertiggestellt und freigegeben. Es fehlt allerdings noch eine angemessene Abgrenzung zum Weiher hin. Wann das bisherige Bauzaun-Provisorium durch einen richtigen Zaun ersetzt wird und wie viel das kostet, ist offen. (Foto: Jürgen Binder)
Der am Fischhausbad vorbeiführende Radweg ist inzwischen fertiggestellt und freigegeben. Es fehlt allerdings noch eine angemessene Abgrenzung zum Weiher hin. Wann das bisherige Bauzaun-Provisorium durch einen richtigen Zaun ersetzt wird und wie viel das kostet, ist offen. (Foto: Jürgen Binder)

Vor der Badesaison 2026 soll am Schillingsfürster Fischhausweiher baulich und gestalterisch einiges passieren. Über Details wurde im Stadtrat gesprochen. Thema war etwa die optische Aufwertung der Innenseite einer zum neuen Radweg hin errichteten Begrenzungsmauer. Hier wurde eine Lösung gefunden. Die Zaunfrage ist hingegen noch offen.

Es geht um den Bereich zwischen Radweg und Weiher, wo aktuell Bauzaun-Elemente stehen. Hier soll eine Einfriedungslösung gefunden werden, die die Sicherheitsvorgaben erfüllt, halbwegs ansprechend aussieht und so wenig wie möglich kostet. Vermutlich wird es auf einen festen Zaun hinauslaufen, da die Anpflanzung einer Hecke wohl deutlich teurer käme. In Sachen Zaun will Bürgermeister Michael Trzybinski baldmöglichst einen Kostenvoranschlag einholen und dem Stadtrat zur Entscheidung vorlegen.

Anblick ist für Gäste der Anlage gedacht

Geregelt werden konnte in der Sitzung der Umgang mit der Gestaltung der zum Weiher hin zeigenden Seite einer etwa 15 Meter langen Begrenzungsmauer aus L-Steinen, die im direkten Anschluss an das Zugangshäuschen zwischen Radweg und Badeweiher gesetzt worden war. Um hier statt der funktionalen Betonoptik Badegästen künftig einen etwas gefälligeren Anblick bieten zu können, steht seit einigen Wochen der Vorschlag im Raum, diese Wandseite künstlerisch bunt gestalten zu lassen.

Beschlossen wurde vom Stadtrat nach längerer Diskussion, die Entscheidung über die Kreativumsetzung dem Förderverein anzuvertrauen und lediglich die Bezahlung der Farbe aus der Stadtkasse in Aussicht zu stellen. Eine ortsansässige Malermeisterin wäre offenbar bereit, bunte Motive aufzubringen, ohne diese Arbeit in Rechnung zu stellen.

Hartmut Gröner (Freie Wählergemeinschaft) stimmte als einziger gegen diesen Vorschlag. Nach seiner Überzeugung wäre es sinnvoller, hier als symbolischen Ausgleich für die Entnahme der früheren Hecke an dieser Stelle an eine Mauerbegrünung zu denken, etwa mit wildem Wein. An der Außenseite des Mauerstücks zum Radweg hin wird optisch nichts gemacht. Dort sind Fahrradständer installiert.

Sehr gute Wasserqualität

Informiert wurde das Ratsgremium von Bürgermeister Trzybinski schließlich noch über die vor der nächsten Badesaison geplanten Renovierungs- und Verbesserungsmaßnahmen. So solle das Sanitärgebäude auf der Wetterseite einen neuen Anstrich erhalten. Im Bereich der Umkleiden würden zusätzliche Sitzflächen geschaffen. Für diese kleinen Maßnahmen seien Haushaltsmittel vorhanden. Die Anpflanzung von Bäumen im Umgriff der Liegewiese werde dank einer Spende über 10.000 Euro finanzierbar sein. Die Mittel rührten von der inzwischen aufgelösten früheren örtlichen Wirtschaftsvereinigung her.

Die Gewässerqualität des Weihers habe sich sehr positiv entwickelt. Die jüngsten Beprobungen seien alle ohne Beanstandung gewesen. Auch in der Betreiberfrage tue sich möglicherweise etwas. So gebe es aktuell zwei Bewerbungen, meinte Trzybinski. SPD-Stadträtin Elke Hasselt, die auch Vorsitzende des Fischhausbad-Fördervereins ist, bezeichnete es als wichtig, dass die Personalie schnellstmöglich geregelt werde, damit rechtzeitig vor Beginn der Badesaison 2026 mit dem künftigen Betreiber über alles gesprochen werden könne.

Abgehakt ist für Schillingsfürst ab sofort das Thema Stellplatzsatzung. Der Stadtrat entschied sich nach einem Sachvortrag vom zuständigen VG-Mitarbeiter Steffen Heidingsfelder und kurzer Diskussion für die Verabschiedung eines solchen Regelwerks, das sich auf Neubauten außerhalb des Geltungsbereichs eines Bebauungsplans bezieht. Früher griff hier die Bayerische Bauordnung. Ab sofort sind dafür aber die Kommunen selber zuständig.

Die Satzung besagt, dass Bauherren gehalten sind, auf ihrem Grundstück Kfz-Stellflächen in angemessener Zahl zu schaffen. Sollte ihnen das nicht möglich sein, mit der Folge, dass Bewohnende ihre Fahrzeuge im öffentlichen Straßenraum abstellen müssen, wird eine Ablöse an die Stadt Schillingsfürst fällig.

Pro Stellplatz werden 8500 Euro verlangt

Als Betrag legte der Rat hier 8500 Euro pro Stellplatz fest. Die Entscheidung für diese Summe fiel mit 7:6 Stimmen denkbar knapp aus. Die Minderheit hätte den Wert lieber etwas niedriger gehabt. Festgelegt ist in der Satzung auch, dass Stellplatzüberdachungen ab einer Dachfläche von 50 Quadratmetern zu begrünen sind. Verabschiedet wurde das neue Regelwerk bei einer Gegenstimme. Hartmut Gröner votierte mit Nein, weil er der Meinung ist, dass es im Sinne des Bürokratieabbaus auch ohne eine solche zusätzliche Satzung gegangen wäre.

Gegen Ende der Sitzung einigte sich das Gremium auf Vorschlag von Hartmut Gröner darauf, dass die Zeche für das traditionelle Stadtratsfischessen im Spätherbst dieses Mal nicht aus der Stadtkasse bezahlt wird, sondern jeder für seine Rechnung selber aufkommt.

Ferdinand Becker (CSU) wollte wissen, wie die 2023 beschlossene Sammlung von altem Speiseöl per Abgabeautomat läuft. Der Bürgermeister sicherte zu, hier alsbald Zahlen vorzulegen. Becker monierte ferner, dass trotz mehrmaliger Erinnerung die Aufstellung eines Trinkbrunnens am Marktplatz nicht vorankomme.

north