In der neuen Tischtennis-Saison wird es nun doch keine Erstliga-Spiele beim TSV Windsbach geben. Der Meister der zweiten Bundesliga wird auf den Aufstieg verzichten.
„Es war uns in den letzten sechs bis acht Wochen nicht möglich, die strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen sicherzustellen, um auch eine nachhaltige und erfolgreiche Etablierung in der TTBL zu gewährleisten”, gab der Verein bekannt.
„Wir sind alle traurig und enttäuscht, aber es ist, denke ich, eine weise Entscheidung. Die Gesundheit des Vereins steht über allem. Das Risiko ist einfach zu groß, und wenn man nicht komplett überzeugt ist, dann ist das nicht der Weg, den wir gehen wollen. Wir wollten nachhaltig und konkurrenzfähig in die TTBL. Das war einfach in so kurzer Zeit für uns nicht machbar. Wir dürfen die Emotionen nicht über die Vernunft stellen”, erklärte Manager Andreas Staudacher gegenüber dem Bayerischen Tischtennis-Verband.
Beim ASC Grünwettersbach hat der Verzicht Jubel ausgelöst. Der Tabellenletzte der ersten Liga kann nun für eine weitere Saison im Oberhaus planen.
Um in der ersten Liga eine gute Rolle zu spielen, hätten die Windsbacher hochkarätige Neuverpflichtungen gebraucht. Die zu bekommen war offenbar ein Problem. „Die meisten Teams stehen schon im Januar fest. Es ist fast nicht möglich, zu einem Zeitpunkt Ende März, Anfang April noch europäische Spieler zu bekommen, die bezahlbar sind und uns auch sportlich weiterbringen”, so Staudacher.
In der aktuellen Besetzung gehört der TSV auch im nächsten Spieljahr zu den Anwärtern auf einen der zwei Aufstiegsplätze. „Dann ist der Aufstieg von Anfang an das Ziel und wir haben mehr Zeit, den Gang in die höchste Liga vorzubereiten”, sagt Staudacher, der in den letzten Wochen wertvolle Erfahrungen mit den Anforderungen des Zulassungsverfahrens gemacht hat. Läuft es dann sportlich wie geplant, will er sich schon im Dezember um einen starken Europäer bemühen, der auch in der ersten Liga Punkte holt.