Aufstieg in die erste Liga? TSV Windsbach sendet positive Signale | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 30.03.2026 15:56

Aufstieg in die erste Liga? TSV Windsbach sendet positive Signale

„Die Lizenz bekommen wir problemlos, wenn wir sie wollen”: Andreas Staudacher vom TSV Windsbach führt derzeit viele Gespräche. (Foto: Alexander Keck)
„Die Lizenz bekommen wir problemlos, wenn wir sie wollen”: Andreas Staudacher vom TSV Windsbach führt derzeit viele Gespräche. (Foto: Alexander Keck)
„Die Lizenz bekommen wir problemlos, wenn wir sie wollen”: Andreas Staudacher vom TSV Windsbach führt derzeit viele Gespräche. (Foto: Alexander Keck)

Noch ist der TSV Windsbach mit der Saison in der 2. Tischtennis-Bundesliga beschäftigt, aber der Blick richtet sich nicht nur beim Meister schon auf die nächste Spielzeit. Wie steht es nun mit dem Aufstieg in die erste Liga?

Diese Frage stellt man am besten dem Windsbacher Manager Andreas Staudacher und ist damit beileibe nicht alleine.

Brennend interessiert man sich für die Antwort zum Beispiel beim ASC Grünwettersbach. Beim Tabellenletzten der ersten Bundesliga hängt davon unter Umständen die sportliche Zukunft ab. Also bekam Staudacher auch schon einen Anruf aus dem Karlsruher Stadtteil. Nicht der einzige Erstligaverein, mit dem er jüngst gesprochen hat auf der Suche nach Informationen darüber, wie man es denn am besten so anstellt in der ersten Liga.

Abstiegskampf hängt vom Meister ab

Letztgültig entschieden ist noch nicht darüber, ob Windsbach tatsächlich den historischen Aufstieg in die oberste Liga wahrnimmt (und damit einen der aktuell zwölf Erstligavereine zum Absteiger macht). Aber es gibt positive Signale. Hindernisse, die noch vor Wochen als schwierig zu überwinden galten, haben sich mittlerweile als Fehleinschätzung erwiesen. Die Sache mit dem Geld zum Beispiel.

Einen Betrag von 200.000 Euro plus Sicherheitszuschlag hatte Staudacher ursprünglich als notwendigen Etat für die erste Liga genannt, aufzutreiben lange vor Saisonbeginn. Davon rückt er mittlerweile ab. Für die Sponsorensuche habe man noch den ganzen Sommer über Zeit, so Staudacher.

Der Windsbacher Bojan Tokic bog im Einzel einen 0:2-Satzrückstand noch um. (Foto: Martin Rügner)
Der Windsbacher Bojan Tokic bog im Einzel einen 0:2-Satzrückstand noch um. (Foto: Martin Rügner)

Hat mal jemand eine Viertelmillion? TSV Windsbach braucht Geld für Liga eins

Erfolgsserie des Tischtennisteams in der zweiten Bundesliga wirft die Frage nach dem historischen Aufstieg in die höchste Liga auf. Der Manager hat einen Plan.

Woran hängt es dann noch? Es geht darum, genug Unterstützung aufzutreiben, genug Leute, die mithelfen und hinter dem Projekt stehen. „Der Kern ist das Helferteam”, sagt Staudacher, „ich möchte da ein ganz breites Meinungsbild einholen.”


„Die Lizenz bekommen wir problemlos, wenn wir sie wollen”.

Andreas Staudacher

Eine Rolle spielt auch die Besetzung, in der der bereits als Meister feststehende TSV in der ersten Liga auflaufen könnte. Verstärkung wäre wohl nötig, um unter Düsseldorf, Bremen, Dortmund und so weiter halbwegs aussichtsreich mitzumischen. Auch in dieser Hinsicht telefoniert Staudacher viel in diesen Tagen.

Im Zulassungsverfahren der Tischtennis-Bundesliga sieht er sonst keine weiteren Schwierigkeiten versteckt. „Die Lizenz bekommen wir problemlos, wenn wir sie wollen”, sagt Staudacher. Die finale Entscheidung im mehrstufigen Zulassungsverfahren fällt dann erst im Mai.

Möglicherweise war also der Auftritt am drittletzten Spieltag beim TV Hilpoltstein schon Teil der Windsbacher Abschiedsrunde durch die zweite Liga.

Rekordkulisse in der Stadthalle

628 Zuschauer sorgten in der Stadthalle beim mittelfränkischen Derby für einen Rekord. Geboten bekam die großartige Kulisse ein spannendes Spiel über vier Stunden, in dem sich die alte und die neue Nummer eins im mittelfränkischen Tischtennissport die Punkte teilten.

Windsbach trat ohne den ehemaligen Doppel-Weltmeister Chen-An Chien aus Taiwan an und verlor beide Doppel. „Danach war klar, dass es mit einem Sieg schwierig werden würde”, so Staudacher.

Auch im Hinspiel lagen die Windsbacher 0:2 zurück, holten danach aber sechs Siege in Serie. Das klappte diesmal nicht. Abwehrspieler Jakub Folwarski und Tom Schweiger glichen zwar umgehend zum 2:2 aus. Das Spitzeneinzel verlor der angeschlagene Schweiger aber gegen den Japaner Hayato Miki und Daniel Rinderer musste den fünften Zähler der Gastgeber zulassen. Zuvor hatten Folwarski und Bojan Tokic jeweils ihr zweites Einzel gewonnen. „Eine verdiente Punkteteilung vor sehr stimmungsvoller Kulisse”, so Staudacher.

Nur drei Spieler in der ersten Liga

Sollte Windsbach im neuen Spieljahr in der ersten Liga antreten, werden die Spiele in der Schulturnhalle sehr viel kompakter und nur noch an einem Tisch ablaufen. Die Teams bestehen üblicherweise nur aus drei Spielern. Zunächst werden drei Einzel ausgetragen. Gewinnt eine Mannschaft alle drei, ist das Spiel schon vorbei. Steht es 2:1 oder 1:2, folgen ein weiteres Einzel und gegebenenfalls noch ein Doppel.

Ergebnisse: Hayato Miki/Matthias Danzer – Jakub Folwarski/Bojan Tokic 10:12, 9:11, 11:9, 11:9, 11:5, Alexander Flemming/Jan Valenta – Tom Schweiger/Daniel Rinderer 11:9, 11:7, 9:11, 9:11, 11:9, Miki – Folwarski 7:11, 9:11, 7:11, Danzer – Schweiger 14:16, 11:7, 6:11, 6:11, Flemming – Rinderer 11:6, 11:9, 14:12, Martin Buch Andersen – Tokic 7:11, 7:11, 7:11, Miki – Schweiger 11:9, 6:11, 11:7, 11:6, Danzer – Folwarski 11:7, 10:12, 5:11, 8:11, Flemming – Tokic 6:11, 9:11, 11:6, 8:11, Andersen – Rinderer 11:8, 4:11, 11:9, 11:5.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
north