SpVgg Ansbach setzt in Augsburg auf Laufstärke und mehr Ruhe | FLZ.de

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Veröffentlicht am 22.08.2024 14:00

SpVgg Ansbach setzt in Augsburg auf Laufstärke und mehr Ruhe

Der Ex-Augsburger Niklas Seefried (rechts, hier im Spiel gegen dei DJK Vilzing) erzielte das letzte Ansbacher Tor gegen die Bundesligatalente. (Foto: Martin Rügner)
Der Ex-Augsburger Niklas Seefried (rechts, hier im Spiel gegen dei DJK Vilzing) erzielte das letzte Ansbacher Tor gegen die Bundesligatalente. (Foto: Martin Rügner)
Der Ex-Augsburger Niklas Seefried (rechts, hier im Spiel gegen dei DJK Vilzing) erzielte das letzte Ansbacher Tor gegen die Bundesligatalente. (Foto: Martin Rügner)

Die beiden Heimspiele in der Fußball-Regionalliga gegen den FC Augsburg II hat die SpVgg Ansbach gewonnen. Auswärts im Rosenaustadion dagegen haben die nullneuner noch keinen Punkt bei der Bundesliga-Reserve geholt. Das soll am Freitag, 23. August, anders werden (Anpfiff 19 Uhr).

Dabei hilfreich wäre, die Torchancen besser zu nutzen als jüngst im Pokalspiel beim FSV Stadeln. Beim 1:0-Sieg dort verpassten es die Ansbacher, die Partie frühzeitig zu entscheiden mit der Folge, dass sie keine Kräfte sparen konnten für das Ligaspiel drei Tage später.

Nicht glücklich war SpVgg-Trainer Niklas Reutelhuber „mit der Ruhe am Ball und der Entscheidungsfindung“ seiner Leute in Stadeln, die im Bemühen, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden die eine oder ander Aktion „überhastet“ ausgestaltet hätten. Gleichviel, Ansbach steht im Achtelfinale und liegt damit im Pokal im Soll.

Zum Start ein 6:2-Erfolg

Der FC Augsburg II (9. Tabellenplatz/7 Punkte) steht in der Liga da, wo Ansbach (12./5) gerne wäre. Nach einem ausgezeichneten Start mit sieben Punkten aus drei Spielen, darunter ein bemerkenswertes 6:2 bei der SpVgg Greuther Fürth II, kassierte die Erstliga-Reserve zwei Niederlagen. Ein verdientes 2:5 im Derby gegen Aufsteiger Schwaben Augsburg und zuletzt ein 1:2 bei Wacker Burghausen. Dort gab es Lob vom Gegner: „In der ersten Halbzeit wurden wir von Augsburg regelrecht vorgeführt“, meinte Wacker-Trainer Robert Berg.

„Das war die unnötigste Niederlage in den vergangenen zwei Jahren“, echauffierte sich FCA-Trainer Tobias Strobl, „Burghausen hatte über das gesamte Spiel keine echte Torchance und gewinnt durch einen Sonntagsschuss und nach einem Einwurf, bei dem wir zu weit weg waren. Wir waren über 65 Minuten die absolut bessere Mannschaft und müssen uns mit dem zweiten und dritten Tor belohnen.“

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Cabrera traf auch gegen Ansbach

Der 36-Jährige, der die Liga durch seine Engagements beim FC Ingolstadt II, FC Schweinfurt und TSV Rosenheim sehr gut kennt, hat zur neuen Spielzeit einen erfahrenen Co-Trainer zur Seite gestellt bekommen: Stefan Aigner (36), der als Profi unter anderem beim TSV 1860 München, Arminia Bielefeld und Eintracht Frankfurt unter Vertrag stand.

Ein anderer Aigner, Lukas, zählt mit 28 Jahren zu den erfahrenen im jungen FCA-Team, glänzt mit „viel Ruhe am Ball“ (Reutelhuber) und hat auch schon zwei Tore erzielt.

Mit drei Treffern führt Juan Cabrera aktuell die Torjägerliste an, der beim 3:0-Erfolg gegen Ansbach im Aprilschon unter den Torschützen war. Zwei Treffer erzielt hat Lucas Ehrlich, der 2023 von Dynamo Dresden an den Lech gewechselt ist.

Seefried traf gegen Ex-Kollegen

Das letzte Ansbacher Tor gegen Augsburg schoss imSeptember 2023 Niklas Seefried beim 1:0-Sieg. Seefried hat eine besonderes Beziehung zum Rosenaustadion. Zu seiner Zeit im Nachwuchs des FC Augsburg fanden dort die höherklassigen Nachwuchsspiele statt.

Der große Platz dort bietet den Erstligatalenten alle Möglichkeiten, ein gefährliches Kombinationsspiel aufzuziehen. „Wir brauchen Teamspirit, Laufstärke und die Bereitschaft zu Leiden“, ahnt Reutelhuber, „besonders im Spiel gegen den Ball müssen wir viel investieren“.

Im Pokal gegen Schweinfurt

Im Achtelfinale des BFV-Toto-Pokals trifft die SpVgg Ansbach auf den Regionalligarivalen FC Schweinfurt 05. Die Partie findet am Dienstag, 3. September, im Xaver-Bertsch-Sportpark statt. Bei der Auslosung wurden die 16 verbliebenen Vereine im Wettbewerb in zwei regionale Gruppen eingeteilt.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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