Im Augsburger Rosenaustadion erlitt die SpVgg Ansbach die sechste Niederlage in diesem Jahr. Gegen die Reserve des Erstligisten gab es ein 0:3, das die Lage im Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga verschärft.
Für den Ansbacher Niklas Seefried war das Rosenaustadion einst Heimspielstätte, mit der er während seiner Zeit im Nachwuchs des FCA angenehme Erinnerungen verbindet. Mit den nullneunern allerdings war ihm in diesem Stadion noch kein Erfolg vergönnt. In der Vorsaison unterlag Ansbach dort 1:3.
Die beiden folgenden Heimspiele gegen den Profi-Nachwuchs des FC Augsburg entschied Ansbach aber für sich. Beide Male war Niklas Seefried unter den Torschützen.
Gegenüber der 0:1-Heimniederlage gegen den FC Memmingen baute SpVgg-Trainer Niklas Reutelhuber sein Team auf einer Position um. Für Lukas Schmidt kam in der Offensive wieder Top-Torjäger Michael Sperr zum Einsatz. Der Augsburger Trainer Tobias Strobl, der in dieser Saison bereits 36 Spieler eingesetzt hat, nahm gegenüber dem 1:1 gegen den TSV Aubstadt vier Änderungen in der Startelf vor.
Augsburg übernahm die Initiative. Ansbach stand tief und lauerte auf Konter. Noch vor der ersten Trinkpause gelang dem Gastgeber die Führung. Nach einem weitem Ball spielte Daniel Hausmann über die rechte Seite flach in den Strafraum, wo der völlig ungedeckte Alem Japaur vollendete. Da sah die Ansbacher Abwehr nicht gut aus. Kurz zuvor hatte David Deger einen Kopfball nach einer Ecke knapp neben das Ansbacher Tor gesetzt.
SpVgg-Torhüter Heiko Schiefer verhinderte mit einer Parade gegen Japaur das zweite Gegentor, ehe auch Ansbach in der Offensive mal in Erscheinung trat. Doch der Kopfball von Tobias Dietrich im Anschluss an einen Freistoß von Patrick Kroiß stellte FCA-Keeper Marcel Lubik nicht vor Probleme. Weil der Augsburger Trainer gegen Schiedsrichterentscheidungen allzu heftig reklamierte, schickte ihn Lothar Ostheimer kurz vor dem Wechsel mit Gelb-Rot aus der Coachingzone.
Gut 300 Zuschauer, davon ein knappes Drittel aus Ansbach, hatten in der ersten Halbzeit eine im Angriff recht harmlose SpVgg-Elf gesehen. Das änderte sich kurz nach Wiederanpfiff. Kroiß setzte Sperr in Szene, der aus kurzer Distanz das Leder über das Tor setzte. Was für ein Gelegenheit! Und nur ein Strohfeuer.
Wie man Torchancen besser nutzt, führte auf der anderen Seite Hendrik Hofgärtner vor, dessen Schuss zum 2:0 allerdings noch abgefälscht wurde (60.). Im offiziellen Sielbericht wertete der Schiedsrichter den Treffer deshalb später als Eigentor von Lukas Oberseider. Wenige Minuten nach seiner Einwechslung sorgte Juan Cabrera mit dem 3:0 (67.) für die Entscheidung. Vorausgegangen war erneut ein Angriff über die rechte Seite, wobei Hofgärtner, ein Aktivposten beim FCA, dem Torschützen den Ball servierte.
Eine höhere Niederlage verhinderte Schiefer mit einer guten Parade gegen Japaur. Den Ehrentreffer hatte kurz vor Schluss Sperr auf dem Fuß, scheiterte aber im Eins-gegen-eins an Lubik.
Im nächsten Spiel haben es die Ansbacher erneut mit dem Nachwuchsteam eines Erstligisten zu tun. Am Samstag, 20. April, kommt der FC Bayern München II in den Xaver-Bertsch-Sportpark (14 Uhr).
FC Augsburg II: Lubik, Bell, Banks, Haimerl, Japaur (87. Rachinger), Kücüksahin (65. Taseski), Prodanovic (70. Kaube), Rathgeber, Deger (74. Gebert), Hofgärtner, Hausmann (62. Cabrera).
SpVgg Ansbach: Schiefer, Belzner (70. Abadjiew), Dietrich (89. Haag), Niklas Seefried (83. Kestel), Sperr, Kroiß, Oberseider, Brekner (70. Schmidt), Weeger, Manz, Sauerstein (83. Frisch).
Tore: 1:0 Japaur (19.), 2:0 Oberseider (60./Eigentor), 3:0 Cabrera (67.).
Gelb: Haimerl, Kücüksahin - Oberseider. Gelb-Rot: FCA-Trainer Strobl (40./Reklamieren).
Zuschauer: 333.
Schiedsrichter: Lothar Ostheimer (Parsberg).